Programm
  • Mirga Gražinytė-Tyla

Hexenjagd

von Arthur Miller

„Das ganze Land redet von Hexerei.“

Eine Gruppe pubertierender Mädchen tanzt nachts heimlich im Wald – und wird dabei entdeckt. Tags darauf erkranken einige der jungen Frauen an mysteriösen Symptomen. Was ist im Wald wirklich geschehen? Schnell verbreitet sich das Gerücht, dass dunkle Mächte mit im Spiel waren. Aus Angst vor Bestrafung machen die Mädchen mit, steigern sich in einen selbstermächtigenden Wahn hinein und beschuldigen Nachbarn der Hexerei. Man glaubt ihnen und damit beginnt eine Spirale der Gewalt. Misstrauen, Verleumdung und Paranoia greifen um sich, was manche zum persönlichen Vorteil zu nutzen wissen. Auch als die Lügen der Mädchen offensichtlich werden, ist die tödliche Dynamik nicht mehr aufzuhalten. 

In einem Klima wachsender Verunsicherung und Angst sind einfache Antworten verführerisch und viele sind nur allzu bereit, „alternativen Fakten“ Glauben zu schenken, um eine vermeintliche Stabilität wiederherzustellen – nicht nur 1692 in der US-Gemeinde Salem oder in der McCarthy-Ära um 1953, sondern auch im „Twitter“-Zeitalter.

Ensemble


Inszenierung Johanna Schall
Bühne Nicolaus-Johannes Heyse
Kostüme Jenny Schall