Programm

8. Philharmonisches Konzert

Franz Liszt / Florian Csizmadia: „Funérailles“ 
Modest Mussorgsky / Dmitri Schostakowitsch: „Lieder und Tänze des Todes“ 
Béla Bartók: Konzert für Orchester

Hinter diesem auf den ersten Blick recht tödlich anmutenden Konzertprogramm verbirgt sich eine äußerst lebendige Auseinandersetzung mit der Musik. Nahezu alle Werke des Abends haben in ihrer hier zu erlebenden Form mehrere Urheber. Franz Liszt schrieb 1849 mit seinen „Funérailles“ einen pianistischen Trauerzug, dem Florian Csizmadia nun orchestrale Farben verleiht.  

Bei Modest Mussorgskys „Liedern und Tänzen des Todes“ handelt es sich um einen Zyklus nach Art eines Totentanzes. Die von Dmitri Schostakowitsch 1962 erstellte genialdüstere Orchesterfassung wird von dem Solisten Jovan Koščica interpretiert. 1944 als eines seiner letzten Werke uraufgeführt, zählt das Konzert für Orchester zu den berühmtesten Kompositionen Béla Bartóks.  

Im Unterschied zu Zoltán Kodálys gleichnamigem Werk, das im Rahmen des 5. Philharmonischen Konzertes vorgestellt wird, herrscht bei Bartók nicht der barocke Konzertgedanke vor. Vielmehr handelt es sich hier um nicht weniger als eine fünfsätzige Sinfonie, die zwischen Romantik und Moderne einen ganzen Kosmos zu vermessen scheint – per aspera ad astra.