Text

Sommerliches Serenadenkonzert

Richard Strauss
Serenade für 13 Blasinstrumente Es-Dur op. 7
Wolfgang Amadeus Mozart
Serenade für Bläseroktett Es-Dur KV 375
Antonín Dvořák
Serenade für Blasinstrumente, Violoncello und Kontrabass d-Moll op. 44

Termine

Als Wolfgang Amadeus Mozart 1761 seine Serenade in Es-Dur schrieb, war sie zunächst als das gedacht, was die Bezeichnung verrät: ein heiteres Werk, das seinerzeit als abendliche Musik unter freiem Himmel aufgeführt wurde. Mit der Erweiterung des ursprünglich für sechs Bläser geschriebenen Stückes um zwei Oboen wurde aus dem vom Komponisten selbst als „ein wenig vernünftig“ bezeichneten Werk, eine „Harmoniemusik“, die tief gründet, ohne dabei den leichten Serenadenton einzubüßen. Mozarts Bläseroktett wird an diesem Abend eingerahmt von zwei romantischen Serenaden, die sich bewusst auf das klassische Vorbild beziehen.

Richard Strauss, dessen Reverenz an Mozart nicht nur in der Tonart Es-Dur begründet liegt, komponierte als 17-Jähriger seine Serenade op. 7 und schuf damit ein Werk, das weit mehr ist als die musikalische Fingerübung eines jungen Komponisten, in der sich virtuose Romantik und klassische Anklänge die Waage halten.

Inspiriert von Mozarts B-Dur-Bläserserenade, die Dvořák bei seiner Wien-Reise 1877 hörte, komponierte dieser seine eigene Abendmusik für 10 Bläser, Violoncello und Kontrabass. Bereits die Grundtonart d-Moll verweist auf eine gewisse Düsterkeit, die aber immer wieder vom gattungsimmanent heiteren Grundcharakter aufgehellt wird.