Ménage á trois - Clara, Robert und Johannes

mit Mari Namera (Klavier) und Philipp Thönes (Klavier) und Reiner Piechocki (Buchautor)

Text Mari Namera Text Philipp Thönes

Termine

  • 09.04.2021 19:30 Uhr Putbus

Teil I: Clara und Robert

 

Clara und Robert Schumann, die nach fünfjähriger Verlobungszeit gegen den energischen Widerstand von Claras Vater Friedrich Wieck heirateten, gelten bis heute als das „Traumpaar der Romantik“.  Dieser Liebestraum hat sowohl bei Robert als auch bei Clara zu wunderbaren Kompositionen geführt, von denen einige in der Konzertlesung erklingen.  In Form erzählter Episoden und überlieferten Zitaten schildert der Buchautor Reinhard Piechocki, („Beziehungszauber“ 2019 sowie „Romantiker auf Rügen“ 2017), wie aus dem Traumpaar im Verlauf von zehn Schwangerschaften, schweren psychischen Krisen inclusive Selbstmordversuch und „Irrenhaus“ letztlich ein Albtraum wurde.

  1. Mari Namera:
  2. Reinhard Piechocki: „Das Eine, thu es nicht mehr!“ (1835 - 1844)
  3. Philipp Thönes:
  4. Reinhard Piechocki: „Die Liebe ist sehr schön, aber …“, (1844 – 1854)
  5. Mari Namera:
  6. Reinhard Piechocki: „Dämonen und Selbstmordphantasien“ (1830 - 1856
  7. Philipp Thönes:

 

Pause

Teil II: Clara und Johannes

Im Jahr 1888 einigten sich Johannes Brahms und Clara Schumann, die Briefe aus ihrer leidenschaftlichen Beziehungszeit (1854 bis 1858) zu vernichten. Johannes versenkt sie im Rhein, und Clara verbrennt (fast) alle Briefe. Vorausgegangen war - 30 Jahre früher - eine geheimnisumwitterte Liebesgeschichte zwischen den beiden, die sich auch im kompositorischen Schaffen von Brahms widerspiegelt.  Der Buchautor Reinhard Piechocki erzählt bisher kaum bekannte Episoden aus dieser Geschichte von Liebe und Leid, Eifersucht und Freundschaft.

  1. Mari Namera:
  2. Reinhard Piechocki: Ménage à trois  (1853)
  3. Philipp Thönes:
  4. Reinhard Piechocki: „Deine Briefe sind mir wie Küsse …“  (1854 – 1856)
  5. Mari Namera:
  6. Reinhard Piechocki: „Frei, aber einsam“ (1857 - 1897)
  7. Philipp Thönes:

 

Die Japanerin Mari Namera begann im Alter von drei Jahren Klavier zu spielen. Sie studierte an der Hochschule der Künste Tokio (Geidai) bei Prof. Kei Itoh, an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Elena Lapitskaja und Prof. Björn Lehmann und an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bei Prof. Bernd Zack. Studiumabschluß mit Bestnote. Mari Namera erhielt hohe Auszeichnungen in Wettbewerben wie dem Japan Players Wettbewerb, Roze Klavier Wettbewerb, Verona International Piano Competition, und beim Yachiyo Musik Wettbewerb (1. Preis). Seitdem tritt sie regelmäßig in Klavierabenden und als Solistin mit Orchester in Japan und Deutschland auf. Beim Festival „Raritäten der Klaviermusik“ brillierte sie in verschiedenen Städten. Hochgelobt ist auch ihre aktuelle CD mit Werken von Liszt, Scarlatti, Mozart und Chopin.

 

Philipp Cornelius Thönes erhielt seit seinem fünften Lebensjahre Klavierunterricht am Konservatorium Rostock, zunächst bei Larissa Dragunowa. Und schon bald auch bei Professor Karl-Heinz Will an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Seit Juni 2017 ist er Frühstudent in der Klasse von Professor Bernd Zack. Seinen Werdegang prägen große Erfolge: Bereits mit 13 Jahren wurde er Preisträger bei dem Internationalen V. Novák-Klavierwettbewerb. Zwei Jahre später erspielte er sich beim gleichen Wettbewerb den 1. Preis mit Höchstpunktzahl. Im Juni 2017 errang er in der Kategorie Klavier Solo den 1. Preis mit Höchstpunktzahl (25 Punkte) beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert. 2018 erlangte er den1.Preis beim Klavierwettbewerb International Global online Great Composers Competition.