Programm
  • Mirga Gražinytė-Tyla

2. Philharmonisches Konzert

Werke von Mozart und Strauss

„Eine wienerische Maskeradʼ“
Hugo von Hofmannsthal

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551, „Jupiter-Sinfonie“ 
Richard Strauss: Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur AV 144 
Richard Strauss: Erste Walzerfolge aus „Der Rosenkavalier“

Zum Auftakt dieses Konzertes erklingt ein Abschluss: Mozarts letzte Sinfonie, der erst gut dreißig Jahre nach dem Tod des Komponisten der Beiname „Jupiter“ verliehen wurde, bildet in strahlendem C-Dur gleichermaßen Höhepunkt wie Ende seines sinfonischen Schaffens. Als wichtigstes Oboenkonzert des 20. Jahrhunderts wird Richard Straussʼ Spätwerk aus dem Jahr 1945 oft bezeichnet. Entstanden im letzten Kriegsjahr und – so heißt es – angeregt durch die Begegnung mit einem amerikanischen Oboisten, der als GI in Deutschland stationiert war. Hier schlägt Strauss einen versöhnlich- pastoralen Ton an, der die Kriegswirren aus dem Konzertsaal zu verbannen scheint.

Der Kehraus des Abends ist ein beschwingter im Dreivierteltakt. Mit der ersten Walzerfolge aus Richard Straussʼ „Rosenkavalier“ erklingt eine Suite, die der sorglosen Leichtigkeit huldigt. Im Walzertakt verlieren selbst die tiefgründigen Konflikte der Oper ihre Tragik – ein äußerst Wienerisches Heilmittel.