Charlotte – Leben? Oder Theater?

Das Leben der Charlotte Salomon
von Oliver Scheer nach David Foenkinos

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Die deutsche Malerin Charlotte Salomon schuf mit der Bildserie „Charlotte – Leben? Oder Theater?“ einen zwischen den Jahren 1940 und 1942 entstandenen und 1325 Bilder umfassenden Werkzyklus, der in der Kunstgeschichte seinesgleichen sucht. In diesem „Singespiel in drei Farben“ wie Charlotte es nannte, erzählt sie vom bürgerlichen Leben in Berlin, dem Selbstmord ihrer Mutter, der neuen Frau ihres Vaters, den Großeltern, die stets gegen ihre Malerei eingestellt waren, der großen Liebe ihres Lebens, ihrer Hochzeit und ihrem Exil in Südfrankreich – als Jüdin musste Sie sich vor der mit den Nazis kollaborierenden Vichy-Regierung verstecken. Doch Charlotte Salomon wurde in Nizza denunziert, verhaftet, deportiert und im Oktober 1943 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet – da war sie im fünften Monat schwanger. „Charlotte – Leben? Oder Theater?“ ist eine Reise durch Charlottes Leben anhand ihrer Kunstwerke, die als ihr Vermächtnis überdauert haben. So löst sich im Monodrama ihre Intention einer theatralen Inszenierung ihrer Lebensbilder ein.

Charlotte von David Foenkinos. Aus dem Französischen von Christian Kolb © 2015 by DVA, in der Verlagsgruppe Random House