Text

Voll sei dies Herz von deiner Lust.
Friedrich Rückert

3. Philharmonisches Konzert

Sergej Prokofjew
Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25,
„Symphonie classique“
Franz Schubert
Vier Lieder für Mezzosopran und Orchester
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 101 D-Dur Hob. I:101, „Die Uhr“

Termine

Sergej Prokofjews „Symphonie classique“ ist das Ergebnis eines äußerst geglückten musikalischen Experiments. Nach drei vergeblichen Versuchen, seine erste Sinfonie zu Papier zu bringen, hatte sich Prokofjew vorgenommen, beim Komponieren ganz ohne Klavier auszukommen und rein instrumental zu denken. Was entstand, war eine Komposition, die eine bewusste Hommage an Joseph Haydn und die klassische Sinfonie darstellt, aber immer auch ein zeitgenössisches ironisches kleines Lächeln durchscheinen lässt.

Tatsächlich verstand Joseph Haydn es meisterlich, bei aller kompositorischen Regelhaftigkeit, seine Sinfonien durch unerwartete Wendungen zu musikalischen Ereignissen werden zu lassen. Häufig entstanden daraus später klingende Beinamen. Der Zusatz „Die Uhr“ allerdings entsprang ausschließlich dem kommerziellen Interesse von Haydns Verleger, führte aber dazu, dass die Zuhörer bis heute das Ticken einer Uhr im zweiten Satz zu erhaschen suchen.

Die beiden sinfonischen Werke umschließen ein musikalisches Kleinod der besonderen Art: Vier Schubert-Lieder, die einesteils von Franz Schubert selbst komponiert, aber auch von Komponistengrößen wie Max Reger oder Benjamin Britten für Singstimme und Orchester arrangiert wurden, bilden den kleinen aber feinen Kern des Abends. zu hören sein werden die Romanze aus der Bühnenmusik zu "Rosamunde", "Du bist die Ruh", "Die Forelle" und "Erlkönig". Die Mezzosopranistin Pihla Terttunen interpretiert Schuberts Lieder.  Am Dirigentenpult gibt Kiril Stankow als Erster Kapellmeister am Theater Vorpommern seinen Einstand.