Text

2. Kammerkonzert

Trios für Klarinette, Violoncello und Klavier

Ludwig van Beethoven
Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier
op. 11 B-Dur, "Gassenhauer-Trio"

Johannes Brahms
Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier
op. 114 a-moll

Termine

Nur selten schrieb Beethoven Unterhaltungsmusik – oder ließ sich gar auf die Verarbeitung eines Themas ein, welches dem Publikum als Gassenhauer bekannt war. Doch in seinem Trio op. 11 ist das anders: Auf Wunsch des Klarinettisten, für den Beethoven das Werk schrieb, griff der Komponist im Finalsatz ein Thema auf, das aus der Weigl-Oper „Der Korsar“ stammt, die in Wien um 1800 ein echter Kassenschlager war – und verlieh diesem „Ohrwurm“ einen frischen, kunstvollen Charakter.
Inspiriert vom unvergleichlich weichen Ton der Klarinette von Richard Mühlfeld, seinerzeit Soloklarinettist der Meininger Hofkapelle, beschloss Brahms mit 57 Jahren, noch einmal zur Feder zu greifen, obwohl er das Komponieren eigentlich an den Nagel gehängt hatte. So entstand 1891 sein Opus 114 – Huldigung an den „eigenartigen Zauber des Klarinettenklanges“ (E. Hanslick) und Prototyp des Brahms‘schen Spätwerkes zugleich.