Trio ZILIA

Schubert und sein Verhältnis zu Beethoven - Notturno und Geistertrio

Text Foto: Jo Titze

Termine

Marie Rosa Günter (Klavier), David Tobin (Violine), Stanislas Emanuel Kim (Violoncello)

 

Beethovens übermächtiger Schatten lastete schwer auf darauffolgende Komponistengenerationen - Johannes Brahms verglich ihn gar mit einem Riesen, den er hinter sich marschieren hörte. "Wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?" Wie ging Schubert mit dem Einfluss Beethovens um, wie fand er seinen eigenen Personalstil und was hat es mit den nächtlichen Namensgebungen " Geistertrio" und "Notturno" auf sich?

Diesen Fragen geht das Trio Zilia in einem programmatisch bestechenden Konzertabend nach.

Programm: L.v. Beethoven Klaviertrio op 70 Nr.1, D-Dur "Geister"

I.Allegro vivace e con brio

II. Largo assai ed espressivo

III. Presto

F.Schubert Notturno D897

---Pause--

F.Schubert Klaviertrio Nr.1, B-Dur 898

I.Allegro

II Andante

III Scherzo

IV Rondo

Marie Rosa Günter (*1991 in Braunschweig) begann ihr Studium 2008 als Frühstudentin des Instituts zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter der Hochschule für Musik, Medien und Theater Hannover bei Matti Raekallio und Jelena Levit. Momentan absolviert sie das Konzertexamen in der Klasse von Prof. Bernd Goetzke. Die junge Pianistin wurde durch vielfache Preise ausgezeichnet. So erspielte sie sich unter anderem den 1. Preis beim Internationalen Steinway Klavierspiel-Wettbewerb und den 1. Preis beim Internationalen Grotrian-Steinweg Klavierspielwettbewerb. Außerdem wurde sie beim Nationalen Bach Wettbewerb in Köthen mit dem 1. Preis und dem Sonderpreis für die höchste im Wettbewerb vergebene Punktzahl ausgezeichnet und erhielt darüber hinaus den Klassik-Preis der Stadt Münster. Im Duo mit dem Cellisten Stanislas Kim wurde sie Preisträgerin beim „Concours de Musique de Chambre de Lyon“ sowie beim „International Swedish Duo Competition“.

 Mit dem Trio Faust hat Marie Rosa Günter in der Saison 2016/2017 Konzerte im Rahmen der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler gegeben, in die sie durch den Gewinn eines Stipendiums beim Deutschen Musikwettbewerb aufgenommen wurde.

 Neben regelmäßiger Konzerttätigkeit in der Kammermusik waren solistische Höhepunkte ihrer musikalischen Biographie Einladungen beim Bachfest Leipzig, den Köthener Bachfesttagen, dem Braunschweiger Classix-Festival, den Würzburger Bachtagen sowie dem Schleswig Holstein Musikfestival. Ihre Debut CD mit den Goldbergvariationen von J.S. Bach wurde von der Presse einschlägig positiv aufgenommen und mit dem „Pizzicato Supersonic Award“ ausgezeichnet.

 David Tobin wird in seiner Heimat Irland als "Rising Star" gesehen und konzertierte bereits in der Carnegie Hall New York, der Royal Festival Hall und Royal Albert Hall London. Schon im Alter von zehn Jahren gab er erfolgreich sein Debut als Solist mit Orchester und verfolgt seitdem eine rege internationale Konzerttätigkeit, die ihn in zahlreiche Ländern führte. Zu nennen sind hier Auftritte mit dem Aachener Sinfonieorchester, dem Poltava Symphony Orchestra, dem Irish National Symphony, dem Young European Strings Chamber Orchestra, sowie dem New York Concerti Sinfonietta (USA).

1995 in Dublin, Irland geboren hat David Tobin seinen Bachelor of Music an der Hochschule für Musik und Tanz Köln mit Bestnote abgeschlossen und studiert seit 2018 in Köln bei Professor Barnabas Kelemen im Masterstudiengang. Er ist ein Mitglied bei "Yehudi Menuhin Live Music Now Köln e.V.".

Zahlreiche Wettbewerbserfolge bringen sein künstlerisches Ausnahmetalent zum Ausdruck, sei es bei internationalen Wettbewerben in Rumänien, Estland und der Ukraine als auch beim "Feis Ceoil" ,dem nationalen Wettbewerb in Irland.

 David Tobin kann darüber hinaus auf wertvolle Erfahrungen im Orchester zurückblicken. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Mitwirkung im West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim zu nennen, sowie Auftritte im Rahmen des Luzern Festivals und des Salzburg Festivals.

 Stanislas Emanuel Kim (*1993 in Courbevoie, Frankreich) absolviert derzeit das Konzertexamen bei Leonid Gorokhov an der HMTM Hannover.

Er ist Preisträger des Internationalen George Enescu Wettbewerbs, des Internationalen Brahms Wettbewerbs in Österreich und des Internationalen Hindemith Wettbewerbs in Berlin. Außerdem wurde er beim Swedish International Competition sowie beim Concours International de Musique de Chambre de Lyon ausgezeichnet.

Als Solist und Kammermusiker gastierte Stanislas Kim bei renommierten Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Bachtagen Würzburg, dem Grieg Festival in Bergen... Diesjährig konzertierte er auf Einladung der Geigerin Midori Goto im Rahmen der von ihr ins Leben gerufenen Organisation Music Sharing in Japan und Indien.

 Stanislas Kim wird durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes unterstützt. Seit 2017 spielt er auf einem Violoncello aus der Vuillaume-Schule, eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben.