AUSFALL!!! Dresdner Residenz Orchester: Romantische Fantasien

Werke von Mendelsssohn, Dvoràk, Elgar, Holst und Grieg

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Termine

  • 18.04.2021 18:00 Uhr Putbus
  • entfällt!

Einen weiten Bogen über die Epoche der Romantik schlägt das Konzertprogramm mit Werken des bedeutendsten Vertreters der Frühromantik, Felix Mendelssohn Bartholdy, mit Kompositionen von Antonín Dvorák und Edvard Grieg, des Spätromantikers Edward Elgar und einer Suite von Gustav Holst, der stilistisch der Spätromantik zugeschrieben wird. Im Alter von nur neun Jahren gab Felix Mendelssohn Bartholdy sein Konzertdebüt, und in den darauffolgenden Jahren entfaltete sich das reiche Talent eines der ersten Genies der Romantik. Von seinen frühen Streichersinfonien, die er im Alter von 12 bis 14 Jahren schrieb, in denen Mendelssohn Einflüsse von Bach bis Mozart verarbeitet und die überlieferten Kompositionsmodelle in einer erstaunlichen Leichtigkeit mit seiner eigenen gewandten Tonsprache zu verbinden versteht, werden die Sinfonia Nr. 7 und die frühlingshaft anmutende Sinfonia Nr. 10 „Jugendsinfonie“ zu Gehör gebracht. Antonín Dvořák schrieb im Alter von 34 Jahren, noch unbehelligt vom späteren Weltruhm, einige seiner inspiriertesten Kammermusiken. Aus ihnen ragt die klangselige Serenade für Streichorchester op. 22 mit ihren wunderschönen böhmischen Melodien voller Wärme und Innigkeit heraus, aus der der 2. Satz „Tempo di Valse“ erklingen wird. Beseelt von ritterlichen Tugenden und den großen Gestalten des englischen Mittelalters ging Edward Elgar 1892 in der englischen Provinz, noch weit entfernt vom Londoner Musikleben, ans Werk, seine Serenade für Streicher zu schreiben – eines der Werke, mit denen er später die Londoner Konzertsäle erobern sollte. Die viersätzige St. Paul´s Suite von Gustav Holst fesselt mit schwungvollen, kraftvollen Melodien, einer meisterhaften Orchestrierung und Holsts besonderer Stärke, Melodien miteinander verschmelzen zu lassen, indem er in seiner ganz eigenständigen Musiksprache traditionelle englische Tänze und Volkslieder miteinander vereint. Zum Höhepunkt des Konzertabends wird Edvard Griegs Suite „Aus Holbergs Zeit“, die neben den Streicherserenaden von Dvořák und Tschaikowsky als das dritte große Werk der Spätromantik für Streichorchester gilt. Die spätbarocke Orchestersuite des frühen 18. Jh.s wiederbelebend, eröffnet Grieg die Suite mit einem festlichen Präludium, lässt vier Tanzsätze von träumerisch-schwelgendem Charakter und nordischer Melancholie über rhythmisch ausgelassen-fröhliche Klänge, eine melancholische Air in großer Schlichtheit und von überragender Schönheit bis hin zu einem furiosen Tanz als Schlusspunkt folgen. Dies alles mit den Mitteln des romantischen Streicherklangs und dem charakteristischen Kompositionsstil Edvard Griegs.

Das DRESDNER RESIDENZ ORCHESTER wurde im Jahr 2013 von Prof. Igor Malinovsky gegründet. Es verfügt über ein umfangreiches Repertoire vom Barock bis zur Moderne und tritt in unterschiedlichen Besetzungen vom Kammer- bis hin zum großen Instrumentalorchester auf. Das Ensemble ist auf eigens arrangierte Transkriptionen spezialisiert, lässt regelmäßig ursprünglich für Sinfonieorchester komponierte Werke und Auszüge aus Opern in solistischer Besetzung erklingen und gestaltet so beispielsweise Wolfgang Amadeus Mozarts „Hochzeit des Figaro“ als Kammerorchester mit renommierten Gesangssolisten. Im Dresdner Zwinger veranstaltet das DRESDNER RESIDENZ ORCHESTER seit dem Jahr 2013 seine eigene ganzjährige Konzertreihe „Galakonzerte im Dresdner Zwinger“, in deren Rahmen es bereits über eintausend Konzerte darbot. Zudem tritt es bei Gastspielen und auf Festivals in Erscheinung und konzertierte u.a. in der Berliner Philharmonie, in der Münchner Residenz und im historischen Theater der Residenzstadt Putbus oder auch bei ausgewählten Open-Air-Auftritten in stilvollem Ambiente. Aufnahmen für das Label GENUIN classics, wie z.B. eine Zusammenstellung beliebter Walzerkompositionen oder die CD-Einspielung mit Sonaten für Violine und Klavier von Sergei Prokofiew und Dmitri Schostakowitsch, erhielten internationale Anerkennung durch die Öffentlichkeit wie auch durch Rezensenten.

Der Musikalische Leiter des DRESDNER RESIDENZ ORCHESTERS Prof. Igor Malinovsky vereint sowohl die russische als auch die Wiener Tradition des Violinspiels. Nach seinen Studien in Jekaterinburg, Wien, Köln und Zürich war er als Erster Konzertmeister des Bayerischen Staatsorchesters München, an der Komischen Oper Berlin und des Orchesters des Palau de les Arts Reina Sofia in Valencia engagiert. Igor Malinovsky konzertierte als Solist unter anderem an der Zagreber Philharmonie, der Moskauer Philharmonie, am Gasteig in München, am Wiener Musikverein und im Wiener Konzerthaus. Er ist Preisträger internationaler Wettbewerbe, wie z.B. des Internationalen Fritz Kreisler Violinwettbewerbs Wien und des Internationalen Pablo Sarasate Wettbewerbs Pamplona. Im Jahr 2009 wurde Igor Malinovsky als Professor für Violine an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden berufen und erhielt eine Gastprofessur an der Escola Superior de Música de Catalunya Barcelona. Zahlreiche Einladungen zu Meisterkursen führen ihn regelmäßig in Städte Deutschlands und ins Ausland, wie bspw. nach Spanien, Korea und China.

 

„ROMANTISCHE FANTASIEN“
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY (1809-1847)
Sinfonia Nr. 7 in d-Moll, MWV N 7
EDWARD ELGAR (1857-1934)
Serenade für Streicher in e-Moll, op. 20
Allegro – Larghetto – Allegretto
GUSTAV HOLST (1874-1934)
St. Paul´s Suite, op. 29
Jig – Ostinato – Intermezzo – Finale
(45 Min.)
– PAUSE –
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY (1809-1847)
Sinfonia Nr. 10 in h-Moll, MWV N 10 „Jugendsinfonie“
ANTONÍN DVORÁK (1841-1904)
aus der Serenade in E-Dur Op. 22:
Tempo di Valse
EDVARD GRIEG (1843-1907)
aus „Holbergs Zeit-Suite“, op. 40:
1. Präludium Allegro vivace
2. Sarabande Andante
3. Gavotte Allegretto - Musette poco più mosso - Gavotte
4. Air Andante religioso
5. Rigaudon Allegro con brio
(40 Min.)