Der Apotheker

Internationale Opernproduktion

Opera buffa von Joseph Haydn
Libretto nach Carlo Goldoni
mit der Lautten Compagney

Text Text Szenenfotos aus der Premiere im Liebhabertheater Kochberg Text

Termine

  • 10.12.2020 17:00 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • entfällt
  • 10.12.2020 19:30 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • entfällt
  • 11.12.2020 16:00 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • entfällt
  • 11.12.2020 19:30 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • entfällt
  • 09.07.2021 19:30 Uhr Putbus
  • 10.07.2021 19:30 Uhr Putbus

Uraufgeführt wurde „Lo Speziale“ 1768 zur Eröffnung des Opernhauses auf Schloss Esterhazy (Ungarn), hier stand Haydn als erster Kapellmeister dem Orchester und der Oper vor. Auch Kaiserin Maria Theresia besuchte eine der Aufführungen. Das Werk – oft als Haydns beste Oper bezeichnet – eroberte von dort aus die Bühnen.

Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner 

Musikalische Assistenz: Gerd Amelung

Regie: Nils Niemann

Sempronio, der Apotheker (Bariton)  

Grilletta, sein Mündel (Sopran)

Mengone, Gehilfe Sempronios (Tenor) 

Volpino, ein junger Lebemann (Sopran)

lautten compagney Berlin

Der Handlung liegt ein Stück von Carlo Goldoni zugrunde: Im Haus des alten Apothekers Sempronio lebt dessen hübsches Mündel Grilletta, die mit einer ansehnlichen Mitgift ausgestattet ist. Sempronios Plan, versteht sich, ist, Grilletta zu heiraten. Sämtliche Arbeit in der Apotheke muss Sempronios Gehilfe Mengone verrichten, während sein Meister lieber die Zeitung liest und sich über das Geschehen in der Welt informiert. Grilletta und Mengone lieben sich, Mengone ist jedoch sehr schüchtern. Volpino, ein reicher Lebemann und Kunde der Apotheke, hat es ebenfalls auf Grilletta abgesehen. Genug Stoff für eine Komödie! Am Schluss tauchen zwei verkleidete Türken bei Sempronio auf und stiften noch eine gehörige Verwirrung, läuten aber auch das gute Ende ein. Man sieht hier, ähnlich wie bei Mozarts Opern „Die Entführung aus dem Serail“ und „Cosi fan tutte“: in Österreich-Ungarn des 18. Jahrhunderts herrschte einerseits nach den „Großen Türkenkriegen“ und den Belagerungen Wiens immer noch eine gewisse Furcht vor den Osmanen, andererseits übte alles, was orientalisch war, auch eine exotische Faszination aus. Und heute?

Es ist die erste internationale Opern-Koproduktion des Liebhabertheaters Schloss Kochberg, Theater an der Klassik Stiftung Weimar (1800), mit dem Teatru Manoel (1732) in Valletta auf der Insel Malta und dem Theater Putbus (1820) auf der Insel Rügen. In Kochberg ist die Premiere Anfang Mai 2019 mit insgesamt sieben Aufführungen während des dortigen Sommerfestivals, in Valetta steht die Oper Anfang Oktober 2019 auf dem Programm, auf der Insel Rügen wird sie im Juli 2020 zum 200. Jubiläum des Theaters Putbus zu sehen sein.