Putbus - Das Bärlauch-Paradies

Präsentation von Bärlauch-Salz & Bärlauch-Exilirum !! Wie der Bärlauch nach Putbus kam.....

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Wie der Bärlauch nach Putbus kam … ist historisch leider nicht überliefert. Dass er schon um1825 reichlich zu finden und Fürst Malte diesem Heilkraut sehr zugetan war, konnte man den handschriftlichen Rezepturnotizen des Henke Sevenson entnehmen. Dort war zudem zu erfahren, dass Bärlauch auf Schwedisch „ramlök“ heißt. Der schwedische Koch mit deutschen Wurzeln war ab 1826 im Hause des Fürsten tätig. Offenbar notiert er, bevor er Putbus Anfang 1830 vor dem Umbau des Schlosses wieder verließ, die wichtigsten Rezepte handschriftlich in Sütterlin. Drei der Rezepturen, nämlich:

- die Zusammensetzung des „Bärlauchsalzes“, welches wohl überwiegend der Konservierung des Bärlauchs dienen sollte,

- die Mischung für das „Bärlauchexilirum“ sowie

- die etwas aufwendigere Zutatenliste eines „Bärlauch-Wildfleisch-Rezeptes“

habe ich einige Tage später aus der Erinnerung auf Karteikarten notiert und zunächst leider verlegt.

Beim Entrümpeln meines Kellers Ende November 2018 entdeckte ich sie wieder und nahm mir vor, diesmal etwas daraus zu machen. Fast zeitgleich lernte ich die kreativen Inhaber vom Salzreich in Trinwillershagen kennen und wir begannen zu experimentieren und zu probieren.

Die beiden Besonderheiten „Bärlauchsalz“ und „Bärlauchelixirum“ haben wir als erstes aufgegriffen, nachempfunden und unter ungefährer Beibehaltung der historischen (Mengen-) Verhältnisse mit modifizierten Zutaten weiterentwickelt. So wurde z.B. das 1820 verwendete gröbere Salz aus  den Abbaustätten von  Staßfurt ersetzt durch das wesentlich feinere und intensivere Siedesalz aus der Ostsee. Somit handelt es sich nun tatsächlich um ein regionales Ostseeprodukt. 

Zudem haben wir den von Henke Sevenson verwendeten „Pälzer Schankwein“ ersetzt durch eine hochprozentigere Variante aus Kartoffelschnaps. So kann das Elixirum deutlich besser seine nachgesagte, magenfreundliche Wirkung entfalten und auch bei überlieferter Verwendung als Wadenwickel oder bei der Einreibung von schmerzenden Muskeln intensiver wirken. 

Beide Produkte werden zum ersten Mal an den Putbuser Bärlauchtagen 2019 im Marstall und im Theater Cafe Putbus verkostet. 

Allein die Zutatenliste und die Zubereitungshinweise des fürstlichen  „Bärlauch Wildfleisch-Rezeptes“ sind wesentlich umfangreicher. Da weder genauere Mengenangaben noch Hinweise zu Brat- bzw. Garzeiten angegeben waren, gestaltet sich das „Nachempfinden“ etwas komplexer. Wir sind aber sicher, zu den Bärlauchtagen 2020 den interessierten Gästen diese Köstlichkeit ebenfalls zur wohlwollenden Verkostung anbieten zu können.

Bleiben Sie neugierig und lassen Sie sich überraschen. Am 12. und 13. April im Marstall beim Bärlauchmarkt und am 19.April um 16:30Uhr ausführlich im Foyer des Theater Cafés in der 1.Etage