The Shining
- Oper von Paul Moravec
- Libretto von Mark Campbell nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King
- in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
- geeignet ab 16 Jahren
„Dieser unmenschliche Ort macht Menschen zu Ungeheuern.“ Das Overlook Hotel mit seinem grandiosen Ausblick über die Gipfel der Rocky Mountains ist eines der schönsten Ausflugsziele Colorados – im Sommer. Doch in den schneereichen Wintern ist es von der Außenwelt abgeschnitten. Für den psychisch labilen Schriftsteller Jack Torrance ist der Job des Winterhausmeisters im Overlook die Chance, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Also zieht er zusammen mit seiner Frau und dem kleinen Sohn Danny am letzten Tag der Saison in das riesige menschenleere Hotel. Doch schon bald wird Danny von schlimmen Vorahnungen geplagt und auch in Jack reift die Gewissheit, dass sie hier nicht allein sind …
Die jüngste Oper des amerikanischen Komponisten Paul Moravec „The Shining“ hört sich nicht nur wie ein Thriller an, sie ist einer. Basierend auf Stephen Kings gleichnamigem Bestseller zieht Moravec mit seiner packenden Musik die Zuschauer*innen direkt hinein in das unheimliche Hotel und das Seelenleben der Protagonist*innen. Ein Abend für starke Nerven.
Veröffentlicht und präsentiert mit Genehmigung der Subito Music Corporation.
Triggerwarnung
Sehr geehrtes Publikum,
wir möchten Sie darauf hinweisen, dass in der Inszenierung mit Lichtblitzeffekten gearbeitet wird. Diese Effekte können bei empfindlichen Personen, insbesondere bei Menschen mit photosensitiver Epilepsie, Anfälle auslösen. Bitte seien Sie vorsichtig!
Ihr Theater Vorpommern
Weitere Vorstellungen von The Shining sehen Sie auch ab dem 23.10.2026 im Theater Stralsund.
Trailer
Musikalische Leitung
Alexander Mayer
Inszenierung
Aurelia Eggers
Bühne & Video
Marion Andrea Menziger
Kostüme
Ariane Salzbrunn
Licht
Marcus Kröner
Chöre
Jörg Pitschmann
Dramaturgie
Katja Pfeifer
Regieassistenz & Abendspielleitung
Frida Jasper
Inspizienz
Saskia Becker
Jack Torrance, Schriftsteller Maciej Kozłowski
Wendy Torrance, seine Frau Antje Bornemeier
Danny Torrance, ihr Sohn Linda Hwa
Mark Torrance, Jacks Vater Thomas Rettensteiner
Dick Hallorann, Koch Jovan Koščica
Stuart Ullman, Manager / Lloyd, Bartender / Crooner, Sänger Sotiris Charalampous
Bill Watson, Monteur / Delbert Grady, Hausmeister Semjon Bulinsky
Mrs. Grady, Delberts Frau Lisa Henningsohn
Die Töchter der Gradys Sina Puffay, Helene Kerst
Mrs. Massey Kaho Yamashita
Der Senator Hanqi Jiao
Horace Derwent, Hotelbesitzer Alexandru Constantinescu
Ranger David Grant
und Opernchor des Theaters Vorpommern, Kinderchor, Philharmonisches Orchester Vorpommern
Abgründe eines amerikanischen Familiendramas
Das Spannende und Theaterattraktive am Werk ist vor allem die Art, woran sich die innerfamiliären Beziehungen entzünden und die Weise, wie es dargestellt wird: die außergewöhnliche Situation, dass eingeschlossener Raum, ein Gebäude, nämlich das Hotel „Overlook“, zum entscheidenden Handlungsakteur wird. […]
Genau das hatte Librettist Campbell beabsichtigt. In einem Interview … spricht er vom Entschluss, „eine klaustrophobische Atmosphäre zu wahren und den Großteil der Handlung auf das Innere des Overlook zu beschränken.“ Und dann: „Als ich über die ‚Erscheinungen‘ im Hotel nachdachte, wurde mir klar, dass sie alle Jacks Gedanken entspringen. Das Hotel ist nicht verflucht. Jack ist es. Und er erlaubt diesen Visionen in seinem Gehirn, die Oberhand zu gewinnen...“
Für einen wahren Musikdramatiker ist das d e r Stoff. Und Paul Moravec ist ein solcher! „The Shining“ ist … der überzeugende Beweis für eine brillant orchestrierte und überaus differenzierte Aussagefähigkeit des Autors. Auch ohne zunächst nach Konzepten zu fragen: diese Musik wirkt ungeheuer direkt. Siegreift zu, lässt nicht wieder los, sie changiert zwischen klarer Tonalität und ihrem freien, davon losgelösten Handhaben, sie besitzt dramatische Wucht, spielt virtuos mit Ingredienzien der großen hochdramatischen Oper und ihren weitausschwingenden leidenschaftlichen Kantilenen. Und sie kennt viele charakterisierende Zwischentöne für spezielle, unheimliche, wenn man so will: gruselige Situationen, scheut auch keine Anleihen an deutlichere, gelegentlich illustrativer „Bildhaftigkeit“. Eine farbige Palette von beeindruckender Vielfalt und Eindringlichkeit. […]
Moravec spricht eine eigene, eine packende Sprache, und das Philharmonische Orchester Vorpommern hat gerade das glänzend umgesetzt.
Das trifft in denkbar hohem Maße auch auf das Solistenensemble zu. Es meistert souverän eine schwierige Partitur und hat keine Mühe, mit Kraft und stimmlichem Glanz, leidenschaftlicher Verve und hochemotionaler, sehr differenzierter Gestaltungskraft nichtalltäglichen Befindlichkeiten überzeugend Ausdruck zu verleihen. […]
Der Schwerpunkt der Inszenierung von Operndirektorin Aurelia Eggers [liegt] auf den Beziehungen innerhalb der kleinen Familie Torrance. Was den üppig ausgestatteten und phantasievoll ausgespielten Szenen mit den vielen unterschiedlichen „Erscheinungen“ nichts von ihrer handlungsbestimmenden Bedeutung nimmt. Gleichwohl bleiben diese stets verhältnismäßig im Bezug auf das eigentliche menschliche Drama, erklären und begründen daraus resultierende Verhaltensweisen und erdrücken dieses nicht durch besonders spektakuläre Darstellungen. […]
Da gelingt vieles, das unter die Haut geht; nicht zuletzt, weil die Musik in der Gänze fast einem permanenten Gefühlsausbruch gleicht, wenig distanzlos erscheint und insgesamt von starker Suggestivkraft ist. […]
Der in persona anwesende Komponist dürfte seine Freude an dieser Inszenierung und an dieser Premiere gehabt haben. Das Publikum jedenfalls war begeistert!
Ekkehard Ochs für IOCO (15.06.2026)
Prachtvoller Bühnen-Psychothriller – in Idealbesetzung
Eggersʼ Inszenierung löst sich von einem naheliegenden Realismus. Sie erzielt mit genuinen Theatermitteln packende Wirkungen und macht hintergründige Schichten sichtbar. Den suggestiven Gesamteindruck von Moravecs Fassung für mittelgroßes Orchester steigern im akustisch idealen Theater Stralsund am Pult und das Philharmonische Orchester Vorpommern. Hier trägt die Musik auch, wenn man deren sämig breiten Fluss bremst und vom Ensemble expressiven Gesang fordert. […]
Eggers interessiert sich – merkbar an den verschrobenen Kostümsetzungen von Ariane Salzbrunn – mehr für die Psychostory der Hauptfigur Jack als für Kings Hotellerie-Horrorladen. Ihre Regie entschuldigt an der brutalen Figur nichts. Gerade so bewirkt sie, dass man über Jacks Abdriften Schrecken und auch Mitleid empfindet. Der junge Bariton ist die ideale Besetzung für diese Parforce-Tour mit Sprüngen zwischen tiefer Zartheit und jäher Brutalität. […]
Moravec zeigte sich im Theater Vorpommern begeistert wie das Publikum, das die Premiere mit orkanartigem Jubel feierte.
Roland H. Dippel für Die Deutsche Bühne (30.05.2026)