Programm

Marie-Antoinette oder Kuchen für alle!

  • von Peter Jordan
  • durchgesehen und ergänzt von Leonhard Koppelmann

„Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen!" Als Marie-Antoinette aus Wien nach Frankreich kam, war sie vierzehn – und plötzlich Königin. In Versailles wurde getanzt, gefeiert und getratscht. Mode, Affären, Skandale: Alles drehte sich um sie, und Marie-Antoinette verstand es, dieses Spiel zu genießen. Doch das ist längst Vergangenheit. Seitdem das wütende Volk auf die Barrikaden gegangen ist, herrscht auf den Straßen von Paris die Französische Revolution – und Marie-Antoinette und ihr Mann König Ludwig XVI. sitzen im Palast fest. Seit über 15 Jahren warten sie nun auf ihre angekündigte Hinrichtung. Mit jedem Tag wird dieses Warten unerträglicher, absurder und gefährlicher. Die Zeit steht still und gerät zugleich aus den Fugen. Um sich gegen das drohende Ende zu stemmen, verstricken sie sich in Intrigen und Machtkämpfe, klammern sich an alte Rituale und an die Reste ihres einstigen Lebens. Dabei stolpern sie über versehentliche Leichen, falschen Kuchen und eine immer wieder aufkochende Halsbandaffäre. Und dann taucht auch noch Napoleon auf. 

Peter Jordan erzählt die Geschichte der wohl berühmtesten Königin Frankreichs als rasante Komödie und urkomisches Theaterfest. Zugleich enthält der Stoff eine hochaktuelle Mahnung. Denn in Versailles zeigt sich schnell: Macht, Mode und die öffentliche Meinung sind untrennbar – und manchmal reicht ein einziges Gerücht, um Geschichte zu schreiben ...


Inszenierung Uta Koschel
Bühne & Kostüme N.N.