Ensemble

Torsten Fischer

Regisseur

Torsten Fischer begann 1981 als Regieassistent und Dramaturg am Staatstheater Stuttgart und wechselte 1984 als Regisseur an das Theater Bremen. 1990 übernahm er am Kölner Schauspiel die Position des Oberspielleiters; von 1995 bis 2003 war er in Köln als Schauspieldirektor tätig. In dieser Zeit inszenierte er sowohl klassische Stoffe wie Schillers „Die Räuber“ und Shakespeares „Was ihr wollt“ als auch Stücke von Tabori, Dorst, Mamet und Churchill sowie zahlreiche Uraufführungen von Marlene Streeruwitz. Seit 2003 arbeitet Torsten Fischer als freischaffender Regisseur im Schauspiel und Musiktheater – seine Inszenierungen führten ihn u. a. nach Stuttgart, New York, Warschau, Frankfurt, Hannover, Straßburg, Zürich, Italien, Dresden und immer wieder nach Wien und Berlin. Zu seinen Operninszenierungen zählen u. a. Rihms „Jakob Lenz“ (Oper Frankfurt), Verdis „Don Carlos“ (Oper Köln), Strauss‘ „Daphne“ (Dresdner Semperoper), die Uraufführung von Ruzickas „Hölderlin – eine Expedition“ (Staatsoper Berlin) sowie der Gluck-Zyklus („Telemaco“, „Iphigénie en Tauride“, „Iphigénie en Aulide“) am Theater an der Wien. In gemeinsamer Autorenschaft mit Herbert Schäfer entstanden am Wiener Theater an der Josefstadt die Uraufführungen von Hommagen an Billie Holiday und Lotte Lenya. Mit dem Monolog-Abend „Herr Teufel Faust“ (mit Dominique Horwitz) hat er 2024 seine Bearbeitung von Goethes „Faust I“ sehr erfolgreich zur Uraufführung gebracht. Zu Torsten Fischers jüngeren Regiearbeiten gehören u. a. Werke von Lutz Hübner, George Tabori und Daniel Kehlmann am Berliner Renaissance-Theater, O’Neills „Eines langen Tages Reise durch die Nacht“ am Schlosspark Theater Berlin, Händels „Ariodante“ beim Festival della Valle d’Itria (Italien), Verdis „Luise Miller“ und Büchners „Leonce und Lena“ am Wiener Theater an der Josefstadt sowie die Uraufführung von Theresia Walsers „Von allen Geistern“ beim Kunstfest Weimar 2025. Die Inszenierung von Robert Ickes Neubearbeitung der „Orestie“ ist seine erste Regiearbeit am Theater Vorpommern.