Ania Vegry
Sopran
Copyright: Simon Pauly
Die in London geborene Sopranistin Ania Vegry studierte bei Christiane Iven in Hannover sowie bei Teresa Berganza in Madrid. Sie begann ihre Karriere als Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover, wo sie zahlreiche Fachpartien (Mozart/Susanna, Verdi/Gilda, Rossini/Rosina, Humperdinck/Gretel, Strauss/Sophie u. a.) verkörperte. Seit 2020 ist sie am Anhaltischen Theater Dessau engagiert, wo sie zum Beispiel in den Rollen der Donna Anna (Mozart/Don Giovanni), Pamina (Zauberflöte) Zauberflöte, Roxana (Szymanowski/König Roger) und Violetta in (Verdi/La Traviata) zu erleben war. Für die herausragende Interpretation der Violetta wurde sie in der Fachzeitschrift „Opernwelt“ zur
Sängerin des Jahres 2023 nominiert. 24/25 war sie ebenda als Mimi (Puccini/La Bohème) und Marie (Berg/Wozzeck) zu erleben. In der Saison 25/26 wird sie u. a. die Partien der Fiordiligi (Così fan tutte) und der Rosalinde (Fledermaus) wie auch die Vier letzten Lieder von Richard Strauss gestalten.
Vegrys Konzertrepertoire reicht von Monteverdi und Bach bis hin zu Nono und Reimann. Zu ihren kammermusikalischen Partnern gehören international renommierte Künstler wie Tabea Zimmermann, Albrecht Mayer, Sharon Kam, Markus Becker, Jan-Phillip Schulze und Nicholas Rimmer. Sie gibt regelmäßig Liederabende und tritt mit namhaften Orchestern und Ensembles auf wie z. B. dem Amadeus Chamber Orchestra, der NDR Radiophilharmonie, Concerto Köln, dem Dresdner Festspielorchester oder den Nürnberger Symphonikern.
Vegry ist Preisträgerin zahlreicher nationaler wie internationaler Wettbewerbe (Bundeswettbewerb Gesang Berlin, Concours de Genève u. a.). Sie gastierte u. a. an der Opéra Garnier in Paris, der Deutschen und Komischen Oper Berlin, am Gasteig in München, der Kölner und der Berliner Philharmonie, dem Rheingau Musik Festival, dem Luzern Festival, dem Anima Mundi Festival in Pisa/Italien, den Sommerlichen Musiktagen und der Musikwoche Hitzacker. Auf CD erschienen sind mit ihr u. a. Opern- und Konzertarien von Florian Leopold Gassmann sowie eine Gesamtaufnahme der Lieder des jüdisch-polnischen Komponisten Simon Laks. In diesem Jahr sind die Lieder für Klaviertrio und Sopran von Hans Winterberg (Label EDA) erschienen.
Vegry ist Teil des von Kent Nagano initiierten und neue Maßstäbe setzenden Projekts der historisch informierten Aufführungspraxis von Richard Wagners Werken: Im Zuge dessen war sie unter seiner Leitung mit dem Dresdner Festspielorchester und Concerto Köln als Woglinde im Rheingold und als Ortlinde in der Walküre zu erleben. Im kommenden Jahr wird sie den Part der Woglinde in der Götterdämmerung übernehmen. Die während dieser Zusammenarbeit entstandenen Aufnahmen
werden demnächst auf CD erscheinen.