Andreas Wilkens
Bühnen- und Kostümbildner
Andreas Wilkens stammt aus Wiesbaden. Er studierte Kunstgeschichte, war im Theater auf und hinter der Bühne beschäftigt, wurde Bühnenbildassistent an mehreren Opernhäusern, arbeitete als persönlicher Assistent von Kazuko Watanabe und schloss seine Assistenzzeit mit einer 2-jährigen Tätigkeit in der technischen Leitung der Oper Frankfurt/Main unter Max von Vequel-Westernach ab. Seit 1994 arbeitet er als freier Bühnenbildner mit den Regisseuren Jean-Claude Auvray, Andreas Baesler, Jochen Biganzoli, Aurelia Eggers, Igor Folwill, Klaus Hemmerle, Jan-Richard Kehl, Sandra Leupold, Heinz Lukas-Kindermann, Dominik Neuner, Joachim Rathke, Aron Stiehl, Olivier Tambosi und Sebastian Welker. Es entstanden u. a. überwiegend im Musiktheater an der Hamburgischen Staatsoper Les Contes d'Hoffmann, am Staatstheater Wiesbaden Don Pasquale, an der Opéra du Rhin, Straßburg Lulu und Fidelio – letzterer auch an der Canadian Opera Company, Toronto, am Nationaltheater Mannheim Zigeunerbaron, an der New Israeli Opera Tel Aviv Manon Lescaut, der Oper Bonn Orlando furioso, der Oper Dortmund Nabucco, am Staatstheater Braunschweig Hänsel und Gretel, Boris Godunow und Rusalka sowie am Landestheater Linz Ariadne auf Naxos und Gräfin Mariza. Weiter war er am Staatstheater Saarbrücken für Parsifal und Entführung aus dem Sérail tätig, außerdem erneut am Landestheater Linz für King Arthur und der Oper Graz mit Gasparone. Nach La Gerusalemme liberata am Staatstheater Mainz und Wer hat Angst vor Virginia Woolf bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall arbeitete er erneut an der Oper Graz für Die lustige Witwe. Es folgten 2016 die Semperoper Dresden mit Mathis der Maler und die Oper Lübeck mit Ariadne auf Naxos in neuer Fassung. 2017 war er tätig am Theater Bielefeld für Le Marchand de Venise (Reynaldo Hahn) und am Staatstheater Braunschweig mit Hairspray als Freilichtproduktion. Es folgte in 2018 in überarbeiteter Fassung Gasparone an der Volksoper Wien. An der Musikhochschule Köln entstand 2023 Il Re Teodoro in Venezia in der Regie von Jo-chen Biganzoli, mit dem er außer Mathis der Maler bereits Luisa Miller, Land des Lächelns und Simplicius Simplicissimus erarbeitet hatte. Mit Jan-Richard Kehl arbeitet er seit 2009. Am Theater Flensburg waren Faust (Busoni) und Rusalka entstanden, bevor mit ihm und weiteren Regisseuren wie Ute M. Engelhardt, Alexander von Pfeil und Roland Schwab 2015 die bis heute andauernde Arbeit an der Hochschule für Musik Frankfurt begann – unter Kehls Leitung z.B. Das lange Weihnachtsmahl von Paul Hindemith EUROPERAS 3 & 4 (John Cage) und zuletzt Le pauvre Matelot /The old Maid and the Thief.