Theater Stralsund

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Theater Stralsund

Das Theater am Olof-Palme-Platz – gebaut und eröffnet vor rund 100 Jahren – ist die Hauptspielstätte in der Hansestadt Stralsund. Hier hat das Musiktheater seine Probenräume, hier erleben Opern, Musicals und Operetten ihre Erst-Premieren. Aber auch Dramen, Ballette, Konzerte und Gastspiele stehen auf dem Spielplan. Das Gebäude – der dritte Theaterbau in der Geschichte der Stadt Stralsund – entstand nach einem verheerenden Theaterbrand 1912 in Berlin, in Folge dessen die Brandschutzvorschriften für Theater drastisch verschärft wurden; das vormalige Stralsunder Theater am Alten Markt konnte diese Bestimmungen nicht erfüllen und musste im Oktober 1912 seine Pforten schließen. Noch im selben Jahr beschloss die Stadt Stralsund aber, eine neue Spielstätte zu errichten – das heutige Theater am Olof-Palme-Platz.

 

Eröffnen wollte man das neue Haus eigentlich im Herbst 1914. Doch durch den Ausbruch des 1. Weltkriegs im August 1914 verschob sich die Eröffnung um fast zwei Jahre. Erst am 16. September 1916 hob sich zum ersten Mal der Vorhang im neuen Haus - mit Heinrich von Kleists "Prinz Friedrich von Homburg". 1944 musste das Stralsunder Theater aufgrund des Zweiten Weltkrieges vorübergehend geschlossen werden, doch schon am 2. Juni 1945 nahm es – als eines der ersten Theater in Deutschland - den Spielbetrieb wieder auf.

 

 

 

Seit Herbst 1994 arbeitet das Theater Stralsund wie schon einmal in den 60er Jahren mit dem Theater Greifswald zusammen; als Mehrspartenhaus unter dem Namen "Theater Vorpommern". Dieser Fusion hat sich das Theater in Putbus zum 1. Januar 2006 angeschlossen.

 

 

 

Das Theater in Stralsund wurde von Herbst 2005 bis Frühjahr 2008 renoviert. 1968 war das Gebäude nach dem Vorbild der Leipziger Oper umgebaut worden, die ursprünglichen Jugendstilverzierungen waren dieser Modernisierung zum Opfer gefallen.

 

 

Nach zweieinhalbjähriger u

mfangreicher Rekonstruktion erstrahlt das Stralsunder Große Haus am Olof-Plame-Platz nun innen und außen wieder in seinem ursprünglichen Glanz. Der 1913 mit dem Bau beauftragte Architekt Carl Moritz aus Köln hatte seinerzeit einen einzigartigen Zuschauerraum realisiert, dessen Besonderheit die im 1. Rang einzelnen, in der Höhe gestaffelten Logen, die sogenannten "Schwalbennester" waren.

 

Nach der Sanierung ist diese bemerkenswerte räumliche Konzeption von Carl Moritz wieder erlebbar. Zugleich wurde das Theater mit einer modernen technischen Ausstattung versehen, um den Anforderungen des heutigen Theaterbetriebs gerecht zu werden. Bei einem feierlichen Festakt am 29. Februar 2008 wurde der fertiggestellte Bau der Theaterleitung durch den Oberbürgermeister Harald Lastovka unter Anwesenheit der Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. Am 1. März wurde mit der Galapremiere von Beethovens Freiheitsoper „Fidelio“ das Theater feierlich wiedereröffnet.

Großes Haus Stralsund
Olof-Palme-Platz 6
18439 Stralsund
Tel. 03831 – 2646 0

Gustav-Adolf-Saal (Kulturkirche St. Jakobi)

Gustav-Adolf-Saal (Kulturkirche St. Jakobi)
Jakobiturmstraße, 18439 Stralsund

Stralsund verfügt seit Juni 2007 über eine neue Studiobühne mit 88 Plätzen. Diese befindet sich im Turmbereich der Stralsunder Kulturkirche St. Jakobi.
Hier finden kleine Schauspiele von unterhaltsamen Komödien bis zu experimentellen Uraufführungen, Liederabende und Kammeropern sowie Vorstellungen des Kinder- und Jugendtheaters, der Theaterjugendclub und die „Plattdütsch Späldäl to Stralsund“ ihre Nähe zum Publikum.