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Theater - Hanse (gegründet Januar 2017)

THEATER-HANSE

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Die Ausgangsüberlegung

Die Hanse steht für ein halbes Jahrtausend Erfolgsgeschichte. Als Wirtschaftsverbund hat sie maßgeblich europäische Geschichte mitgeschrieben, nicht nur ökonomisch. Über Jahrhunderte hinweg entstand ein Gefühl der Zusammengehörigkeit im und um den Ostseeraum. Rund um das Mare Balticum und weit darüber hinaus (im Folgenden verstehen wir den Ostseeraum als erweiterten Ostseeraum, inklusive Norwegen), entwickelten sich Verbindungen und Verbindlichkeiten, verbreiteten sich mit dem hansischen Handel auch Architektur, Malerei und Bildhauerei. So bildete sich ein gemeinsamer Kulturraum über sprachliche, religiöse und nationale Grenzen hinweg.

Heute wird „Hanse“ weitgehend als kultureller Begriff verstanden – identitätsstiftend und synonym für Offenheit, Austausch und Internationalität. Das historisch und kulturell Verbindende hat nicht nur den Niedergang der ursprünglichen Hanse überdauert – sondern etwa auch die Teilung durch den Kalten Krieg.

Diese transnationale Erfahrung steht in auffälligem Gegensatz zur heutigen krisenhaften Wahrnehmung der Europäischen Union, ihrer selbstverschuldeten Reduzierung auf einen Binnenmarkt im Fahrwasser neoliberaler Globalisierungsstrategien, einer Union, die vergessen hat, sich zugleich als politisches Projekt seiner Bürger und des Kulturtransfers zu verstehen.

Im Prozess der Globalisierung zeugen wirtschaftliche Krisen und extreme politische Umbrüche,wie zum Beispiel in den USA, von einer Zeitenwende, die etablierte Bündnisse sprengt und Nationen wieder gegeneinander in Stellung bringt.

Europa wappnet sich zwar nach außen hin zur Festung;doch im Inneren grassiert die Angst. Die Instabilität des Übergangs in eine neue Epoche – mit geopolitischen und ökonomischen Machtverschiebungen, technischer Revolution, Klimawandel und globaler Migration – provoziert den Rückgriff auf alte Feindbilder. Ein atavistischer Rollback ins Nationale hat eingesetzt und der eigene Kulturraum wird plötzlich zur Waffe im Kampf gegen andere hochgerüstet. Es sind Denker wie Ulrike Guérot, Robert Menasse oder Milo Rau die deshalb das eigentlich alte Konzept eines „Europa der Regionen“ gezielt neu interpretieren und als Basis für eine Umstrukturierung der Europäischen Union in den politischen Diskurs einbringen: die EU als eine postnationale Union der Regionen, die Guérot schlussendlich als Res Publica der Bürger verstanden wissen will.

Den erweiterten Ostseeraum mit seinen regionalen Bindungskräften – in unserem Verständnis: kulturelle Bindungskräfte – in den aktuellen Debatten um regionale Konzepte in Europa verstärkt ins Spiel zu bringen, erscheint besonders sinnvoll, um nationalistischen Rückzugs- und Spaltungstendenzen internationaler Politik entgegenzuwirken.

 

NETZWERK THEATER-HANSE

Das internationale Netzwerk

Im Sinne dieser Ausgangsüberlegungen soll ein internationales künstlerisches Netzwerk von Theatermachern und Bühnenhäusern sowie Künstlern und Wissenschaftlern anderer Disziplinen initiiert werden, dessen Beteiligte sich jährlich an verschiedenen Orten im gesamten erweiterten Ostseeraum treffen werden. Die historische Hanse dient so als Blaupause für die Gründung einer THEATER-HANSE.

Ziel dieses Netzwerks ist es, Bühnenhäuser, Ensembles, Compagnien und Künstler aus dem erweiterten Ostseeraum durch dauerhaften und regelmäßigen institutionellen Austausch, gegenseitigen künstlerischen Dialog, in der Verständigung über gesellschafts- und kulturpolitische Positionen in den einzelnen Ländern und schließlich auch in gemeinsamer Projektentwicklung und Kooperation auf lange Sicht zusammenzubringen.

Das Netzwerk ist der Versuch, an der geopolitischen Nahtstelle zwischen Mittel-, Nord- und Osteuropa transnationale kulturelle Bündnispolitik auf der Basis eigenständigen, kommunalen und regionalen Handelns zu etablieren. Theater sind nicht nur die „geistigen Tankstellen“ unserer Gesellschaften (so die deutsche Kulturstaatsministerin Monika Grütters), sie sind mithin öffentliche Freiräume, in denen eine Kommunalgesellschaft ihre gemeinsame Identität ausbilden und zwischenmenschliche Ressourcen untersuchen kann, Orte, an denen Visionen und Ideen zirkulieren, künstlerisch und gedanklich formuliert werden. Für die THEATER-HANSE heißt das, diese lokalen Freiräume regional zu vernetzen und so den Radius der Zirkulation von Ideen und Menschen zu erweitern, die Kreativität des Theaters als „interessenloses“ Transportmittel für eine regionale Verständigung und Identifikation zu nutzen, unabhängig von aktuell oder zukünftig existierenden staatlichen Interessenkonflikten oder Bündniszugehörigkeiten.

Zwar wurde seit 1989 durch Städtepartnerschaften und Grenzraumzusammenarbeit, durch einzelne kulturelle Projekte und Förderungen auf touristischem Gebiet der Ostseeraum infrastrukturell wieder zusammengedacht; doch eine überregionale künstlerische Zusammenarbeit der Bühnen in der Region beschränkt sich bis dato meist auf einzelne bilaterale Kooperationen, Gastspiele bzw. inhaltliche Länderschwerpunkte in den Spielplänen. Ein Netzwerk, das den Theaterschaffenden der Region eine gemeinsame künstlerische und auch kulturpolitische Plattform bietet, auf der sich regionale Bezüge überprüfen und herstellen sowie gemeinsame Perspektiven für die Zukunft entwickeln ließen, gibt es nicht.

Im Jahr 2017 wurde der Verein Theater-Hanse e.V. als Träger und Motor dieser Idee des Netzwerks gegründet. Zu wichtigen Mitinitiatoren wurden der Intendant des Theater Vorpommern in Stralsund, Greifswald und Putbus, Dirk Löschner, sowie der Geschäftsführer des Verlags Theater der Zeit, Harald Müller.

Das Netzwerk soll stetig erweitert werden.

THEATER-HANSE

Die THEATER-HANSE-Biennale

Dass sich ein Netzwerk-Unterfangen wie dieses nicht durch eine einmalige Anstrengung etabliert und abbildet, ist den Initiatoren nur zu bewusst. Um es in die öffentliche Wahrnehmung zu bringen, muss seine Arbeit und die Vielgestalt der hier versammelten Bühnen, Ästhetiken, Praktiken und Diskurse sichtbar gemacht werden. Deshalb kulminiert die Idee der THEATER-HANSE in einem biennal ausgerichteten Festival gleichen Namens. Die THEATER-HANSE-Biennale soll erstmals 2019 die künstlerisch bemerkenswertesten und diskussionswürdigsten Produktionen aller Theatersparten aus dem erweiterten Ostseeraum präsentieren und Treffpunkt für die darstellenden Künste in dieser Region werden – Ort des Dialogs und Plattform zur Entwicklung gemeinsamer Projekte.

Um das Netzwerk ständig zu erweitern und die THEATER-HANSE-Biennale langfristig zu verstetigen, werden sich der Theater-Hanse e.V., das Theater Vorpommern und die anderen Netzwerk-Theater in der Folge um weitere Förderzusagen in den Partnerländern sowie um eine basale Unterstützung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bemühen. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Stralsund haben ihre Unterstützung für das Projekt bereits in Aussicht gestellt.

Die erste THEATER-HANSE-Biennale in Stralsund im Oktober 2019

Die Erstausgabe der THEATER-HANSE-Biennale soll dementsprechend erster öffentlicher Auftritt, Auftakt und Initiationsgeste sein: also als Einladung an Künstler, Theater und Kulturpolitiker aus der gesamten transnationalen Region verstanden werden, die Arbeit des Netzwerks kennenzulernen, zu unterstützen und beizutreten. Für das erste Festival 2019 ist die Präsentation von acht Produktionen geplant, von der großen Oper bis zur Schauspiel- oder Tanzproduktion.

Die Hansestadt Stralsund als das Epizentrum des Netzwerks soll Austragungsort der THEATER-HANSE-Biennale sein. Mit seinen Spielstätten in Stralsund, Greifswald und Putbus bietet das Theater Vorpommern für die Ausrichtung eines Festivals dieser Größenordnung eine vielgestaltige Infrastruktur. Darüber hinaus soll aber auch die gesamte Stadt Stralsund als Veranstaltungsort begriffen und bespielt werden. Hafen, Kirchen, das theaterpädagogische Zentrum, die historischen Museumkomplexe, Bürgerhäuser und natürlich auch der öffentliche Raum bieten sich als außergewöhnliche Spielorte mit UNESCO-Weltkulturerbe-Siegel an.

Die THEATER-HANSE-Biennale will die interessantesten und innovativsten Produktionen aller Theatersparten aus dem Ostseeraum versammeln und in einem umfassenden Rahmenprogramm, bestehend aus Gesprächspodien, Vorträgen, Lesungen und Workshops, die Auseinandersetzung mit ästhetischen, diskursiven und kulturpolitischen Konzepten suchen. In Hinblick auf die Vielgestalt der Bühnen und Genres bedeutet das: nicht nur Regisseur*innen, Bühnen- und Kostümbildner*innen oder Schauspiel- und Tanzensembles in einen viralen Dialog zu bringen, sondern auch Autor*innen, Komponist*innen, Sänger*innen und Puppenspieler*innen, genauso wie Expert*innen aus Kulturpolitik oder Geisteswissenschaft. Die anvisierte Vernetzung der Hochschulen der Darstellenden Künste in der Region soll wiederum in Workshops mit teilnehmenden Künstler*innen ihre eigene Praxis entfalten, mit der sich die unterschiedlichen und länderspezifischen Ausprägungen der Ausbildung in konkreten Arbeitsprozessen überprüfen lassen. Nicht zuletzt soll das Festival natürlich ein Ort für Arbeitstreffen des Netzwerks und für die Anbahnung beziehungsweise Umsetzung gemeinsamer Projekte sein.

Die Künstlerische Leitung der THEATER-HANSE-Biennale

Seinen qualitativen Anspruch hinsichtlich der Auswahl der Produktionen will das Festival durch eine Jury aus Theaterexpert*innen und Kurator*innen der beteiligten Länder garantieren. Für die Organisation werden im Theater Vorpommern als operativer Plattform ein/e Netzwerkkoordinator/in sowie ein/e Projektmanager/in verantwortlich sein.

Das Biennale-Publikum

Als transnationales Ereignis würde die THEATER-HANSE-Biennale sehr unterschiedliche Publikumssegmente ansprechen: neben theaterbegeisterten Stralsundern und Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern auch Theaterinteressierte in ganz Deutschland adressieren – und perspektivisch ein Publikum aus dem gesamten erweiterten Ostseeraum.

Künstlerische Leitung / Jury

Dr. Thomas Irmer, Theaterkritiker und Literaturwissenschaftler, Berlin

Dirk Löschner, Intendant

Theater Vorpommern, Stralsund

Harald Müller, Verlagsleiter

Theater der Zeit, Berlin/Putbus

 

Festival-Zeitraum

Oktober 2019

ab 2019: biennal

Netzwerktreffen:

jährlich (während des ersten Festivals in Stralsund, in der Folge in jeweils einem anderen Netzwerk-Theater)

 

Veranstaltungsorte

Bühnen des Theater Vorpommern in Stralsund, Greifswald und Putbus und andere kulturelle,

kommunale Veranstaltungsorte in den Städten und Gemeinden der Region

 

Potentielle Förderer, Partner und Sponsoren

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Allgemeine Kultur- und Projektförderung desLandes Mecklenburg-Vorpommern

Hansestadt Stralsund

Botschaften, Stiftungen und Sponsoren aus den Partnerländern

Förderung einzelner Veranstaltungen durch diverse Kunst- und Kulturstiftungen

sowie durch Sponsoren aus der Wirtschaft

 

Medienpartner

Als Medienpartner des Theater-Hanse e.V.

sind der Verlag Theater der Zeit, der NDR,

die ZEIT und die Ostsee-Zeitung sowie perspektivisch auch Rundfunkanstalten und Printmedien der beteiligten Länder vorgesehen.

Der Theater-Hanse e.V. sowie das Theater-Hanse Netzwerk werden auch in den sozialen Netzwerken präsent sein und ihre Aktivitäten im Internet kommunizieren. Das Netzwerk hat bereits Kontakt zum Netzwerk Kunst und Kultur im Hanseraum und strebt eine regelmäßige Zusammenarbeit an.

 

Unterstützer

Die Bundestagsabgeordnete für Vorpommern Rügen-Greifswald, Dr. Angela Merkel, soll als Schirmherrin der THEATER-HANSE gewonnen werden.

Botschaften und Kulturinstitute von vielen Ostseeanrainerstaaten haben dem Netzwerk wie dem Festival bereits ihre Unterstützung zugesagt.

 

Organisation/Träger

Theater-Hanse e.V. in Zusammenarbeit mit dem Theater Vorpommern

 

 

THEATER-HANSE

Initial consideration

The Hanseatic League stands for a success story of half a millennium. It went down in European history as a trading union, not only economically. Throughout the centuries a strong sense of unity evolved, and the Baltic Sea, the mare balticum, has become a shared cultural region. (In the following we use the term Baltic region for the broaden Baltic region including Norway.) The Hanseatic League spread also architecture, painting and sculpture. An obviously common culture developed regardless of any barriers like language, nationality or religion.

Today the »Hanse« has become a firmly established cultural concept. At the same time it has become synonymous with internationality, openness and exchange. Historical and cultural similarities outlived not only the decline of the initial trading union, but also the splitting following the Cold War.

This transnational experience conflicts with today’s critical perception of the European Union, its self-inflicted decrease concentrating on a domestic market in the wake of neo-liberal globalization strategies, a union which has forgotten to simultaniously perceive itself as a political project for its citizens and of a genuine cultural transfer.

In the process of globalization economic crisis and extreme political changes, for example in the USA, function as a turning point in history, which blows up established alliances and brings nations back into an adverse position. Outwardly, Europe appears to be a fortress, but inside fear is rifing. The instability of moving on to a new epoch – with its geopolitical and economic shifts in power, technical revolution, climate change and global migration – provokes the recourse to old concepts of an enemy. An atavistic rollback to the national has started and suddenly one’s own cultural area becomes a weapon for fighting the others.

Keen thinkers like Ulrike Guérot, Robert Menasse and Milo Rau try to provide a basis for restructuring the European Union by specifically reinterpreting the old concept of a »Europe of the regions« and bringing their insights into the political discourse: The European Union as a post-national Union of the regions, which Guérot eventually wants the citizens to understand as res publica.

It’s all the more appropriate in the current debates about regional concepts for Europa to foucs on  the broaden Baltic region with its regional binding forces – in our understanding: cutural binding forces – to counteract the nationalistic tendencies of international politics to retreat and split up.

Network THEATER-HANSE

The international network

For the purpose of this initial consideration, an international artistic network of theatre makers and stage houses as well as artists and scientists from other disciplines will be initiated, whose participants meet annually in different locations throughout the extended Baltic Sea region.  The historical »Hanse« functions like a blueprint for the foundation of the THEATER-HANSE.

By means of lasting and regular institutional exchange, mutual artistic dialogue, communication about positions of social policy and of cultural and educational policy in the individual states and finally by mutual project development and cooperation, it aims at getting together theatres, ensembles, companies and artists from all over the broaden Baltic region in the long term.

By means of its cartography of theatre cities, this network at the geopolitical link between Central Europe, Northern Europe and Eastern Europe is the attempt to establish a transnational cultural policy of alliances based on independent municipal and regional action. Theatres do not just represent our society’s »intellectual garages« (Monika Grütters – the German Ministre of Cultural Affairs) but also public space, in which a society gets the possibilty to form a common identity and to discover human ressources, and artistically and intellectually expressed places, where visions and ideas are circulating. So the THEATER-HANSE has to link those local free spaces on a regional level in order to expand the radius in which people and ideas are circulating, and to use the theater’s creativity as an »unselfish« mode of transport for a regional communication and identification, regardless of current or prospective national conflicts of interests or alliances.

Though since 1989 there has been an infrastructural re-thinking of the Baltic region by town twinning, cooperations between border regions, individual cultural projects and funding in the touristic field, the supraregional artistic cooperation of the stages in the area limits itself most of the time to a few specific bilateral projects, guest performances or regional programme focuses. A network for theatre-makers that provides a common artistic platform of cultural and educational policy and the possibility to build and test regional references and to develop mutual future perspectives does not exist.

In 2017, the association »Theater Hanse e.V.« was founded as a supporter and motor for this idea of the network. Important initiators were the manager of the Theater Vorpommern in Stralsund, Greifswald and Putbus, Dirk Löschner, as well as the general manager of the publishing company Theater der Zeit, Harald Müller. The network is to be expanded continuously.

 

THEATER-HANSE

The THEATER-HANSE biennal

The initiators are aware of the fact that a network endeavor such as this is not established and reflected by a one-time effort. To introduce it to the public, its work and big variety of theatres, aesthetics, procedures and discourses have to be made visible. Therefore, the idea of THEATER-HANSE culminates in a biennal festival of the same name.The THEATER-HANSE biennal shall present the most remarkable artistic projects of all the broaden Baltic region’s theatrical sections in 2019 and serve as a meeting point, a place for dialogues and developing mutual projects.

The initiators do know, that it takes more than just a one-time effort to establish a project like this. Therefore, a long-term goal is not only to permanently expand the network but also to establish the festival as a biennial event. As a result, the Theater-Hanse e.V., the Theater Vorpommern and all the other networking theatres are going to seek further funding in the cooperating countries and basal support by the European Regional Development Fund (ERDF). The state government of Mecklenburg-Vorpommern and the Hanseatic city of Stralsund already promised their support for the project.

The first THEATER-HANSE biennal in Stralsund in October 2019

Accordingly, the THEATER-HANSE biennal’s first edition shall be a first appearance and initiation rite and therefore like an invitation to artists, theatres and politicians from this transnational region to get to know the network, support it and join the community. In 2019 during the festival eight productions, including opera as well drama and dance, will be presented.

The Hanseatic city of Stralsund shall be the biennal’s venue, since it is the epicentre of the network. At the Theater Vorpommern, the majority of necessary infrastructure for a festival of this scale is already given through the existing stages in Stralsund, Greifswald and Putbus. Furthermore, the whole city of Stralsund should be understood as a venue and thus serve as scene for numerous performances. Harbours, churches, the centre for theatre pedagogics, the historical museums and municipal halls plus the public space, of course, can be considered extraordinary stages honoured by the UNESCO for being world cultural heritage.

The THEATER-HANSE bienal  gathers the most interesting and innovative productions out of all theatre sections from the whole Baltic region and for another, it seeks the consideration of aesthetic, discursive and of cultural and educational policy concepts by offering an extensive supporting programme consisting of talks, lectures, readings and workshops. Regarding the different stages and genres, this means not just to start a dialogue between the directors, scene-painters, costume designers, actors ensembles and dance ensemble but also to bring together authors, composers, vocalists and puppet players as well as experts of cultural and educational policy and the humanities. The plan for the developing network between the regional Universities of the Performing Arts is to form its own practice, which allows to verifying the different country-specific modes of education in concrete working processes. Last but not least the festival should offer the possiblity to jointly create and realize new projects.

The artistic direction of the THEATER-HANSE biennal

The THEATER-HANSE festival’s artistic direction is not yet nominated. By wisely choosing a jury consisting of experts in theatre and several curators from the participating countries, the festival wants to guarantee its qualitative standard regarding the choice of productions. The organisation will be lead by a network coordinator and a project manager of the Theater Vorpommer, which represents the operative platform.

The audience of the biennal

In form of a transnational event, the THEATER-HANSE biennal would be able to adress a quite diverse audience: Stralsundian fans of theatre and people from Mecklenburg-Vorpommern as well as citizens from all over Germany – so an audience from the entire broaden Baltic region.


Artistic direction / Jury

Dr. Thomas Irmer, theatre critic and literary scholar, Berlin

Dirk Löschner, artistic director, Theater Vorpommern, Stralsund

Harald Müller, publishing director

Theater der Zeit, Berlin/Putbus

 

Dates

October 2019

Afterwards: biennial

 

Network meetings

Annual (starting in Stralsund before changing from one contributing theatre to another in the future)

 

Venues

Stages of Theater Vorpommern in Stralsund, Greifswald and Putbus as well as various cultural institutions and venues in the region’s cities and communities

 

Potential partners, sponsors and promoters

– European Regional Development Fund (ERDF)

– General project and cultural funding of Mecklenburg-Vorpommern

– The Hanseatic city of Stralsund

– Embassies, foundations and sponsors from the contributing countries

– Separate projects or events may be supported by smaller culture and art funds as well as the private sector

 

Media partners

The festival’s potential media partners are the publishing house Theater der Zeit, NDR, DIE ZEIT, Ostsee-Zeitung as well as broadcasting companies and print media of the contributing countries. THEATER-HANSE as well as its network will be present in social media and communicate their activities on the internet. The network of THEATER-HANSE is already in contact with »Netzwerk Kunst und Kultur im Hanseraum« and aims to a constant cooperation.

 

Supporters

THEATER-HANSE would like to gain the support of Dr. Angela Merkel, parliamentarian for the electoral district Vorpommern-Rügen-Greifswald, as its patron. Embassies and cultural institutions of the Baltic Sea region have already promised their support.

 

Organisation

THEATER-HANSE e.V. in cooperation with Theater Vorpommern