Michael Kohlhaas [14+]

von Heinrich von Kleist
Bühnenfassung von Franziska Steiof

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Als der angesehene brandenburgische Pferdehändler Michael Kohlhaas eine Koppel Pferde nach Sachsen führen will, wird er vom Junker Wenzel von Tronka genötigt, zwei Pferde auf der Tronkenburg zurückzulassen: Neuerdings sei ein Passschein zum Überqueren der Grenze erforderlich, den er sich erst besorgen müsse. Doch am Ende ist Kohlhaas um seine Pferde geprellt. Er schlägt den Rechtsweg ein, doch obwohl er sich klar im Recht befindet, wimmeln ihn die Behörden als Querulanten ab. Von Vetternwirtschaft und der Willkür der Obrigkeit erbost, setzt Kohlhaas alles auf eine Karte: Er gibt Familie, gesellschaftliche Position und all sein Hab und Gut auf, allein um in seinem verhältnismäßig geringfügigen Streitfall moralisch und juristisch Gerechtigkeit zu erlangen, bis ihn sein übermäßiges Rechtsempfinden zum Räuber und Mörder werden lässt.