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Die Feuerzangenbowle

Komödie nach dem Drehbuch und Roman von Heinrich Spoerl Erstellt von Lutz Keßler

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Termine

  • 28.11.2017 20:00 Uhr Uni Greifswald, Hörsaal, Wollweberstr. 1 (Alte Frauenklinik), Greifswald
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 30.11.2017 20:00 Uhr Uni Greifswald, Hörsaal, Wollweberstr. 1 (Alte Frauenklinik), Greifswald
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 03.12.2017 18:00 Uhr Foyer, Greifswald
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 05.12.2017 18:00 Uhr Foyer, Greifswald
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 06.12.2017 19:30 Uhr Hochschule Stralsund, Haus 5, Hörsaal 1, Stralsund
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 07.12.2017 19:30 Uhr Hochschule Stralsund, Haus 5, Hörsaal 1, Stralsund
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 11.12.2017 18:00 Uhr Foyer, Stralsund
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 13.12.2017 20:00 Uhr Uni Greifswald, Hörsaal, Wollweberstr. 1 (Alte Frauenklinik), Greifswald
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 14.12.2017 20:00 Uhr Uni Greifswald, Hörsaal, Wollweberstr. 1 (Alte Frauenklinik), Greifswald
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 17.12.2017 18:00 Uhr Foyer, Stralsund
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 18.12.2017 18:00 Uhr Foyer, Stralsund
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 25.12.2017 20:00 Uhr Foyer, Greifswald
  • Vorverkauf ab 04.10.2017
  • 27.12.2017 18:00 Uhr Foyer, Greifswald
  • Vorverkauf ab 04.10.2017

„Dies ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, daß die Schule es nicht merkt.“

 

Den Film mit Heinz Rühmann kennt fast jeder, und die von der Bowle beschwipste Männerrunde, die beschließt, einen der ihren, der nur von einem Hauslehrer unterrichtet ward, endlich auf die Schule zu schicken. Den entgangenen Spaß will der bereits promovierte Schriftsteller Johannes Pfeiffer („Mit drei F“) nun nachholen. Auf der keineswegs harten, sondern eher vergnüglichen Schulbank darf er nun seinen bemitleidenswerten schrulligen Professoren haarsträubende Streiche spielen. Im Chemieunterricht von Prof. Crey gibt’s selbstgemachten Heidelbeerwein („Jeder nor einen winzigen Schlock“), der scheinbar so stark ist, dass die Schüler hemmungslos betrunken werden, Professor Bömmels erteilt hochwissenschaftlichen Physikunterricht („Also, wat is en Dampfmaschin?“) und beim Singen haperts manchmal („Da singt doch einer unrein“). Und dazu gesellt sich das Problem mit der Liebe, denn Pfeiffer ist mit Marion verlobt und verliebt sich jetzt ausgerechnet in die Tochter des Direktors.

 

Pfeiffer, sä send albern. Sätzen sä sech.




Reservierungen und Vorverkauf ab 4.10.2017 um 10:00 Uhr

PRESSESTIMMEN

Eine Verbeugung vor dem Original

Stralsund- Als die Magnifizenzen am Donnerstagabend plaudernd und unter bollerndem Gelächter das Foyer betraten, und das ganze Theater begann, war das Publikum schon ein wenig vorgeglüht. Es gab Feuerzangenbowle. Und Stullen, Hasenbrote, liebevoll von der Theatergastronomie zubereitet. Was sie noch nicht wussten, die Herrschaften Premierenpublikum, war, dass sie jetzt gleich zu Pennälern schrumpfen würden. Auf jedem Platz lag ein Programm-Schulheft. Nicht umsonst! Die Premiere der "Feuerzangenbowle" sollte auch für jeden einzelnen Zuschauer eine Zeitreise werden. Zurück in die Schulzeit. Ein Streich von Regisseurin Elsa Vortisch (... ganz fieser Charakter)! Als hätte ihnen etwas gefehlt, ließen sich die meisten enthusiastisch darauf ein. Am dollsten aber die Schauspieler. Markus Voigt, Jan Bernhardt, Josefine Schönbrodt und Ronny Winter. Eine Stunde 45 Minuten tobten die vier durch das Foyer, immer unter Feuer. Eine Szene hing an der anderen, pausenlos zogen sie sich um, stürzten von einem Kostüm ins nächste, auf die Bühne, hinter die Bühne, über die Bühne, fläzten sich distanzlos durchs Publikum und zogen die Zuschauer komplizenhaft in ihre Tollheiten hinein. Eine schwarze Wand hinter der kleinen Bühne, ein schwarzer Kasten, mal Pult, mal Zinkwanne, mal Paddelboot. Um diese Elemente herum versammelte sich die bekannte Geschichte um Johannes Pfeiffer mit drei f, seine Primanerfreunde und die Lehrer der höheren Lehranstalt, in die Pfeiffer sich eingeschlichen hat, um nachzuholen, was er als Privatschüler einst verpasste.Die Kostüme von Svea Schiemann hielten sich - so deutlich wie die Inszenierung, die Dialoge und alle Eigenarten und Sprachfehler- an das Original. Allerdings in einer nachkolorierten Version. Frack, Zylinder, Hosenträger, Perücken, falsche Bärte an Schnipsgummis, kariete Hosen, Burlingtonsocken und Ballonmützen. Markus Voigt war sagenhaft - als Pauker Schnauz, Musikus Fridolin, Geheimrat Fröbel und Witwe Windscheid. Jan Bernhardts Striptease, mit dem er sich vom Justizrat in den Schüler Luck verwandelte, ließ die rechte Bühnenseite kurz in enthemmtes Gelächter entgleisen. Ronny Winter, glaubhaft in seiner Entwicklung vom etwas eingebildeten Intellektuellen zum albernen Oberprimaner, und Josefine Schönbrodt mit großem Spaß in allen Hosenrollen und an der Gitarre. Auch am Publikum gab's nichts auszusetzen. Stehnseauf! Setzense sich hin! Hefte vorzeigen! Klappt alles prima ... Kenner werden der Regisseurin dankbar sein für diese Verbeugung vor dem Original.

 

Ostseezeitung, 28.11.2014 von Juliane Voigt