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Drei Haselnüsse für Aschenbrödel [4+]

Bühnenfassung von Uli Jäckle
nach dem gleichnamigen tschechisch-deutschen Märchenfilm von Václav Vorlíček und František Pavlíček

Termine

  • 15.12.2018 15:00 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Ausverkauft
  • 18.12.2018 09:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 18.12.2018 11:00 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Ausverkauft
  • 19.12.2018 09:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 19.12.2018 11:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 20.12.2018 09:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 20.12.2018 11:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 21.12.2018 09:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 21.12.2018 11:00 Uhr Großes Haus, Stralsund Karten kaufen
  • 25.12.2018 16:00 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Ausverkauft
  • 27.12.2018 15:00 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Zusatzvorstellung
  • Karten kaufen
  • 27.12.2018 18:00 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Zusatzvorstellung
  • Karten kaufen

Aschenbrödel darf seit dem Tod ihres Vaters unter der strengen Hand der Stiefmutter nur noch die Öfen kehren. Und auch neben der Stiefschwester, dem Dorchen, findet sie keinen wirklichen Platz in der vermeintlichen Familie. Es kommt der Tag, an dem der Königliche Hof zum Ball einlädt. Der Prinz soll endlich vermählt werden. Dorchen probiert für diesen Anlass Kleider über Kleider. Aschenbrödel bleibt einzig der Traum von einem besonderen Abend, denn bis die beiden Damen wieder heimkehren, muss sie Erbsen von Linsen aus einem großen Trog trennen. Mitten im Winterwald fallen dem Kutscher Vincek währenddessen drei Haselnüsse vor die Nase, die er Aschenbrödel als kleine Aufmerksamkeit mitbringt – drei ganz besondere Früchte, wie sich herausstellt. Denn ihnen wohnt ein Zauber inne ...

Die deutsch-tschechische Verfilmung von Drei Haselnüsse für Aschenbrödel mit der wunderbaren Musik von Karel Svoboda ist einer der erfolgreichsten Märchenfilme aller Zeiten. In der Fassung von Ulli Jäckle gelingt es, diesen Zauber auf die Bühne zu übertragen.

PRESSESTIMME

Mit Nikolaus und Rosalie zum Fest

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ feiert umjubelte Premiere

Kann ein beliebter Film-Klassiker wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf der Bühne funktionieren? Er kann! Und wie! Bei der Premiere des Märchens am Sonnabend im Großen Haus des Theaters Vorpommern waren die kleinen und großen Zuschauer restlos begeistert. Denn auch wenn die eigentliche Zielgruppe die jüngeren Besucher sind, hatten vor allem die älteren Besucher ihren Spaß.

Regisseur Arnim Beutel ist das Kunststück gelungen, dass man in der kurzweiligen Vorstellung schnell den Vergleich mit dem Film sausen lässt. Er habe zwar Respekt vor der Herausforderung gehabt, sagt Beutel, aber „je mehr man sich mit dem Stoff beschäftigt und immer weiter in das Bühnenstück eintaucht, desto mehr entfernt man sich vom Film.“ Die Herausforderung sei es gewesen, dass die Zuschauer, die Bilder, die sie vom Film im Hinterkopf haben, vergessen. Und das ist auf keinen Fall ein Nachteil, denn so haben die „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ am Theater Vorpommern eine ganz eigene Handschrift und kehren trotz allem immer wieder zum Film zurück. Was nicht zuletzt daran liegt, dass zum einen die Originalkompositionen von Karel Svoboda zu hören sind (Achtung! Ohrwurmgefahr!) und zum anderen beliebte Figuren des Films auf der Bühne nicht fehlen.

Das ist wohl einer der größten Clous, der dem Ensemble gelungen ist. Denn die heimlichen Stars auf der Bühne sind die Tauben Claudette (Felix Meusel) und Hansi (Marvin Rehbock) und – selbstverständlich – die Eule Rosalie. „Wir haben zwar nicht so viele Tauben wie im Film, aber unsere quatschen dafür mehr“, sagte Dramaturg Oliver Lisewski im Vorfeld. Und bei diesem Gequatsche lohnt es sich, genauer hinzuhören, sonst gehen die überraschenden Wortspiele schnell im Gegurre unter.

Zwar nicht so redselig, aber dafür liebenswert gestaltet, ist die Schlüsselfigur der Eule Rosalie – doch an dieser Stelle wird nicht alles verraten. In jedem Fall haben die Bühnen- und Kostümbildner Andrea Eisensee und Martin Fischer ganze Arbeit geleistet. Staunend verfolgten die jüngsten Zuschauer, wie schnell sich das Bühnenbild veränderte und aus dem Wald plötzlich der Ballsaal im Schloss wurde. „Wir versuchen, alles zu bewegen, was wir haben, und der ganze Zauber, der uns zur Verfügung steht, wird genutzt“, sagt Oliver Lisewski. Für ordentlich Stimmung auf der Bühne sorgten indes eine spiellustige Claudia Lüftenegger als Stiefmutter und eine im wörtlichen Sinne quietschvergnügte Sarah Bonitz als Dorchen. Die beiden zusammen auf der Bühne waren eine Wucht: an Wortgefechten, Farben und lustigen Szenen. Daneben die fast zarte und bezaubernde Feline Zimmermann als Aschenbrödel und Gregor Imkamp als heiratsmuffeliger Prinz. An seiner Seite als privater Lehrer Lutz Jesse, der dem Prinzen in der Bühnenfassung nicht nur ein prinzenwürdiges Winken beibringen möchte, sondern eine paar nette Lebensweisheiten mit auf den Weg gibt.

Das Fazit dieses Weihnachtsmärchens: Arnim Beutel und dem Ensemble des Theaters Vorpommern ist es gelungen, eine zauberhafte, ganz eigene Interpretation des Film-Klassikers auf die Bühne zu bringen.

Miriam Weber, Ostsee-Zeitung