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Dornröschen oder Warte mal!

Puppenspiel mit Josephine Schönbrodt für Kinder ab 4 Jahren von Dirk Baum nach den Brüdern Grimm

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Termine

  • 06.05.2018 15:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen
  • 07.05.2018 10:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen
  • 08.05.2018 10:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen
  • 27.05.2018 15:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen
  • 28.05.2018 10:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen
  • 29.05.2018 10:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen
  • 01.06.2018 10:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen
  • 02.06.2018 15:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen
  • 11.06.2018 10:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen
  • 12.06.2018 10:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen

Neugier kann ganz schön riskant sein! Woher soll Dornröschen auch wissen, was dieses niedliche kleine Ding da ist. Es hüpft so lustig über die Erde, dass man am liebsten gleich danach greifen und es anschauen möchte ... Aber ach – schon hat sich das schöne Kind gestochen und muss einhundert Jahre warten – und mit ihm der ganze Hofstaat – bis der Prinz kommt, die Rosenhecke überwindet und den erlösenden Kuss riskiert. Der Klassiker unter Grimms Märchen erlebt im Puppenspiel eine wunderbare Verzauberung – oder hätten Sie gedacht, dass die Frau unter ihrem großen Reifrock alles dabei hat, um das Märchen mit fantastischen Puppen zu erzählen und zu spielen?
„Dornröschen oder Warte mal!“ ist der großartige Beweis dafür, dass man mit wenigen Dingen die ganze Welt erzählen kann. In dieser mobilen Puppenproduktion für die ganz Kleinen treffen sich die Kraft einer guten Geschichte, die Magie einer großartigen Erzählerin und die Fantastik einer überraschenden Ausstattung, um einem Zweck zu dienen: für eine knappe Stunde die perfekte Unterhaltung zu bieten.

Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins Hebebühne e. V.

Diese Produktion kann auch als mobiles Theater gebucht werden.
Weitere Informationen erhalten Sie von Frau Tank unter 03831 2646104 oder klassenzimmer@theater-vorpommern.de

PRESSESTIMMEN

Ein Hip-Hop-Prinz küsst Dornröschen wach

Stralsund- Pink leuchtet der Riesenreifrock, mit dem Puppenspielerin Josefine Schönbrodt auf die Bühne treten wird, pink auch das Dornröschenschloss, in das sie diesen Rock gleich zu Beginn verwandeln wird, mit den feierlichen Worten "Es war einmal...". Doch eine rosarot-süßliche Inszenierung wird das Theater Vorpommern mit "Dornröschen oder warte Mal!" nicht zeigen. Eher wie ein ungeduldiger Teenager wirkt das Dornröschen, wenn es bei Papa König um Ausgeherlaubnis quengelt; die böse Fee tritt als zahnloses Mütterchen mit Sonnenbrille auf. Und der Prinz, der dem müden Mädchen nach 100-jährigem Schlaf den Erlöserkuss verpasst, steht auf Hip Hop. "Wir wollten die Figuren ganz nah heranholen", erklärt die Puppenspielerin. Weniger Märchenzauber, mehr Gegenwart. Und Dramaturgin Antje Horn betont: "Das Stück soll Kinder ab vier Jahre fesseln, könnte aber auch Erwachsene interessieren. Eine Kita-Erzieherin, die die Inszenierung als Testpublikum mit ihrer Kindergruppe besuchte, habe gesagt: "Das war auch was für mich". Und wenn Schönbrodt beschreibt, was sie an dem alten Märchenstoff fasziniert, leuchtet das schnell ein: "Dornröschen wächst in einem Elternhaus mit vielen Verboten auf, weil die Eltern so viel Angst um sie haben." Eine unheimliche Enge entstehe dadurch- und bei Dornröschen der Wunsch, auszubrechen. Ein Thema, das vielen Familien bekannt sein dürfte. Gastautor Dirk Baum hat nach dem Märchen der Gebrüder Grimm die wortwitzige Stückfassung geschrieben, Christof von Büren fertigte die 19 Puppen an, entwarf Bühne und Kostüme. "So im Team zu arbeiten, ist schon entlastend", sagt Josefine Schönbrodt. Die 34- Jährige studierte Puppenspielkunst an der Ernst-Busch-Schule in Berlin und arbeitete zuletzt in Dresden als Freiberuflerin. Jetzt ist sie am Theater Vorpommern fest angestellt. Intendant Dirk Löschner wolle dem Puppenspiel mehr Gewicht geben, erklärt Theater-Sprecherin Julia Lammertz. "Es soll als eigene Sparte wahrgenommen werden."

Sybille Marx

Ostseezeitung, 27.9.2012