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Die Frau in den Dünen

Die Frau in den Dünen

Schauspiel von Kai Grehn frei nach dem Roman von Kobo Abe

Termine

  • 24.10.2018 20:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund
  • Premiere
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  • 26.10.2018 19:30 Uhr Putbus Karten kaufen
  • 31.10.2018 18:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen
  • 23.11.2018 20:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen
  • 25.11.2018 18:00 Uhr Rubensowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen
  • 11.01.2019 20:00 Uhr Rubenowsaal (Stadthalle), Greifswald Karten kaufen
  • 20.01.2019 18:00 Uhr Gustav-Adolf-Saal (Jakobikirche), Stralsund Karten kaufen

Ein Lehrer besucht eine Dünenlandschaft am Meer, um seiner Leidenschaft nachzugehen. Er sammelt Insekten. Immer menschenleerer wird die Gegend, abgeschieden, ein Universum aus Sand. In einer Senke, eher ein tiefes Loch im Sand, nicht weit von der Küste, entdeckt er ein Haus. Da es spät geworden ist, lässt er sich von den Einheimischen überreden, die Nacht in diesem Haus zu verbringen, das eine einsame Frau bewohnt. An Strickleitern lassen sie ihn hinunter in die Grube. Die Primitivität der Lebensweise stößt ihn ab. Nur eine Nacht! Doch es kommt anders.

Kobo Abe schrieb diesen Roman bereits in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Er thematisiert eine Gesellschaft der zwei Geschwindigkeiten. Während sich in den Städten die Lebensweisen radikal modernisieren, scheint auf dem Land das Leben seit Generationen unverändert. Und so treffen mit dem Lehrer aus der Stadt und der Frau in den Dünen zwei Welten aufeinander, die unvereinbarer kaum sein könnten...

Eine großartige Geschichte über Vertrauen, Verantwortung, das tiefe Gefühl der Heimatverbundenheit und eine intelligente Variation auf Camus Satz, dass man sich Sisyphus als glücklichen Menschen vorstellen müsse.

PRESSESTIMME

Hier treffen Welten aufeinander

In Greifswald ist Kobo Abes „Frau in den Dünen“ als Bühnenstück zu erleben

Kobo Abes „Die Frau in den Dünen“ – erstmals wurde der 1962 veröffentlichte Roman Freitagabend im ausverkauften Greifswalder Rubenowsaal als Bühnenstück gezeigt. Erarbeitet hat es der aus Grevesmühlen stammende Regisseur Kai Grehn. Obwohl der Stoff im fernen Japan spielt, ist er keineswegs exotisch. Es gibt unzählige Parallelen zum Hier und Heute, die es zu verarbeiten gilt. Die „Frau in den Dünen“ ist ein Stück der leisen Töne – feinfühlig, ohne Klamauk und Krawall.
Ein Lehrer besucht eine Dünenlandschaft am Meer. Der Mann ist auf der Suche nach Insekten. Dabei entdeckt er ein Haus. Da es schon spät ist, lässt er sich von den Dorfbewohnern überreden, die Nacht bei einer in der Senke lebenden einsamen Frau zu verbringen. Zu ihr gelangt er über eine Strickleiter. Doch am nächsten Morgen ist die Leiter weg, ein Rückweg unmöglich. Mit dem Steuern zahlenden Pädagogen, der in der Gewerkschaft ist, wie er mehrfach erwähnt und jener Frau, die hier unter primitivsten Verhältnissen am Meer lebt, treffen zwei Welten aufeinander. Während die Frau Nacht um Nacht mit einer Schippe in der Hand gegen den rieselnden Sand ums Überleben kämpft, quälen den verbeamteten Lehrer Gewissensbisse über sein Fernbleiben vom Unterricht. Die monotone Arbeit widert ihn an. Dabei werden auch Assoziationen zu den Unterschieden zwischen dem Leben auf dem Land und in den Großstädten bei uns geweckt.
Sabrina Strehl (als Gast) und Marvin Rehbock aus dem eigenen Ensemble spielen die Hauptrollen. Unterstützt werden sie von Sebastian Undisz, der mit unzähligen Blasund Klanginstrumenten auf einfühlsame Weise die aufkommenden Stimmungen untermalt. Großartig ist auch das Bühnenbild von Julia Burde (als Gast). Einfach genial wie hier die Dünenlandschaft auf kleinstem Raum authentisch in Szene gesetzt wird.
Reinhard Amler