Antigone

Tragödie von Sophokles

Termine

  • 30.03.2019 19:30 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Premiere
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  • 06.04.2019 19:30 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Premiere
  • 13.04.2019 19:30 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • 12.05.2019 16:00 Uhr Großes Haus, Greifswald

Zwei Brüder streiten um den verwaisten Thron von Theben. Eteokles vertrieb seinen Bruder aus der Stadt – dieser sammelte ein Heer, um seinen Anspruch geltend zu machen. In der Schlacht um die Stadt lassen beide ihr Leben. Doch während der eine als Verteidiger der Stadt ein ruhmvolles Begräbnis erhält, soll Polyneikes nach dem Willen des neuen Königs das Begräbnis versagt werden. Der Feind der Stadt soll nicht dieselbe Behandlung erfahren wie ihr heldenhafter Verteidiger.

Antigone kann sich dieser Order des Königs Kreon nicht beugen. Verbietet dieses Gesetz es ihr doch, ihren Bruder zu begraben, wie die Götter dies fordern.

Antigone entscheidet sich für das ältere Recht und begräbt ihren Bruder. König Kreon sieht seine Macht gefährdet, kaum dass er den Thron bestiegen hat. Wer wird seine Autorität anerkennen, wenn schon seine erste Order von einer Frau missachtet wird? Er verurteilt Antigone zum Tode. Doch das Volk fürchtet die Rache der Götter, deren Gebot Antigone ja befolgt hat. Welches Gesetz soll gelten in Theben? Das der Götter oder das von Kreon?  „Ungeheuer ist viel und nichts/ Ungeheurer als der Mensch.“

 

Sophokles

Der mittlere der drei großen griechischen Tragödiendichter (Aischylos, Sophokles, Euripides) wurde 496 v.u.Z. in Kolonos/Athen geboren, wo er 406 starb. Er war wiederholt in hohen Staatsämtern (z.B. 440 Stratege zusammen mit Perikles). In der Tragödie führte er den dritten Schauspieler ein. Ihm werden 123 Tragödien zugeschrieben, von denen leider nur 7 vollständig erhalten sind. Bei den Dionysien soll er 24 Siege davongetragen haben, was 96 Stücken (es wurden Tetralogien aufgeführt) entspricht. Seine Tragödie der Antigone ist eine der meistgespielten antiken Dramen.

 

„Antigone verletzt das Recht des Staates, Kreon das der Familie. Die Antinomie zweier gleichberechtigter Prinzipien macht das Wesen der Tragödie aus.“ G.W.F. Hegel