Text

Heimat ist immer etwas Verlorenes, eine Sehnsucht, die sich nie erfüllen läßt.
Edgar Reitz

Spielzeiteröffnungskonzert

Bohuslav Martinů:
„Lidice“ (Památník Lidicím) H. 296 für großes Orchester
Bedřich Smetana:
„Mein Vaterland“ (Má vlast) Zyklus aus sechs Sinfonischen Dichtungen

Termine

1942 fiel der böhmische Ort Lidice einer Vergeltungsaktion zum Opfer und wurde dem Erdboden gleichgemacht. Heute erinnern ein Mahnmal sowie ein Museum an den kleinen Ort – und zahlreiche Kunstwerke; darunter die ergreifende Komposition „Lidice“, die Bohuslav Martinů 1943 noch unter dem direkten Eindruck dieses Ereignisses in nur wenigen Tagen niederschrieb.
Zunächst nicht als zusammenhängender Zyklus geplant, entstanden die einzelnen Teile aus Bedřich Smetanas „Vaterland“ nach und nach zwischen 1872 und 1879 und manifestierten Smetanas Ruf, der Schöpfer der tschechischen Nationalmusik zu sein. Bis heute erfreut sich dieser Sinfonische Dichtungszyklus ungebrochener Popularität – sowohl in Tschechien als auch auf der ganzen Welt. Von dem tragischen Schicksal des Komponisten, der – an einem Hirntumor erkrankt – über dies Komposition seines wohl berühmtesten Werkes völlig ertaubte, ist in der Musik nichts zu spüren.