Fidelio
Oper in zwei Aufzügen von Ludwig van Beethoven
Text von Joseph Ferdinand Sonnleithner, Stephan von Breuning und
Georg Friedrich Treitschke
Nach der Oper „Léonore ou L’Amour conjugal“ von
Pierre Gaveaux und Jean Nicolas Bouilly
- Musikalische Leitung: , Egbert Funk
- Inszenierung: Anton Nekovar
- Bühne und Kostüme: Sabine Lindner
- Chöre: Thomas Riefle, Günther Wolf
- Dramaturgie: Lür Jaenike
Wiederaufnahme
Schauplatz der Handlung ist ein Gefängnis im spanischen Sevilla. Unter dem Decknamen Fidelio lässt sich Leonore als männlicher Gehilfe des Kerkermeisters Rocco einstellen. Sie ahnt, dass zu den von Rocco betreuten Gefangenen auch ihr Ehemann Florestan gehört. Ihr Plan ist es, bis zu Florestan vorzudringen und ihn vor der Ermordung durch den Gouverneur Don Pizzaro zu retten.
Am 23. Mai 1814 kam „Fidelio“ am Kärtnertor-Theater Wien unter Leitung des Komponisten zur Uraufführung. Der Erfolg war gemessen an der hohen Bedeutung der Komposition zunächst gering. In politisch unruhigen Zeiten war eine „Freiheitsoper“ nicht das rechte Werk. Außerdem hatte man sich immer wieder mit dem teilweise naiven Text schwer getan. Doch im Laufe des 19. Jahrhunderts setzte sich die Erkenntnis durch, dass Beethoven (1770 - 1827) mit „Fidelio“ einen neuen Werktypus in der Vereinigung realistischer und romantischer Wesenszüge mit einer humanistischen Aussage erfunden hatte.
Seit 150 Jahren erfreut sich diese Oper nun schon ungebrochener Beliebtheit. Die im Krieg zerstörten Opernhäuser von Dresden, Leipzig, Berlin und Wien sind mit „Fidelio“ wiedereröffnet worden. Was liegt also näher, als auch das rekonstruierte Stralsunder Theater 2008 mit Beethovens einzigem dramatischen Meisterwerk einzuweihen!
| Leonore (Fidelio) | Anna Ryan |
| Florestan | Michael Renier |
| Don Pizarro | N. N. |
| Rocco | Bernhard Leube |
| Marzelline | Eva Resch |
| Jaquino | Noriyuki Sawabu |
| Don Fernando | |
| Opernchor des Theaters Vorpommern, Singakademie Stralsund, Philharmonisches Orchester Vorpommern |