Theaterleben - Theater erleben

Hänsel und Gretel

Märchenspiel von Engelbert Humperdinck

Text von Adelheid Wette


Wiederaufnahme


„Vor einem großen Walde wohnte ein armer Holzhacker mit seiner Frau und seinen zwei Kindern; das Bübchen hieß Hänsel und das Mädchen Gretel.“ So beginnt das Märchen von Hänsel und Gretel bei den Brüdern Grimm, das Humperdincks gleichnamiger Märchenoper zugrunde liegt.
Die beiden Geschwister tollen in der ärmlichen Stube herum, vergessen darüber ihre Arbeit und werden von der zornigen Mutter zur Strafe in den Wald geschickt – in den Märchenwald, in dem die böse Hexe haust.

Noch immer ist Hänsel und Gretel für viele Kinder das erste musikalische Theatererlebnis und es irritiert sie wohl selten, dass Engelbert Humperdincks (1854 – 1921) Märchenspiel eine veritable Oper mit dem vollen Instrumentarium des spätromantischen Orchestersatzes ist.
Das Besondere dieser Märchenoper liegt in der Verbindung der kompositorischen Errungenschaften Richard Wagners mit Elementen der Volksmusik. Die zahlreichen „Kinderlieder“ erscheinen in Humperdincks durchkomponierter Oper als selbständige Nummern. Die choralartige Melodie des „Abendsegen“ ist ein religiöses „Leitmotiv“ der Oper und schlägt die Brücke zum großen Orchesterklang. Und so ist Hänsel und Gretel – ähnlich wie die Spieloper im ausgehenden 19. Jahrhundert – als Alternative zu Wagners Musikdrama und zum italienischen Verismo zu verstehen.
Ein nicht zu unterschätzendes Verdienst an der Breitenwirkung von Hänsel und Gretel kommt der Verfasserin der feinsinnigen Dichtung zu, Humperdincks Schwester Adelheid Wette. Gegenüber der Vorlage aus den Grimmschen Hausmärchen hat die Dichterin mit intuitivem Blick für die Bühnenwirkung manches verändert und psychologisch verbessert.
Sie hatte das Märchenspiel ursprünglich 1890 zum Geburtstag ihres Ehemannes verfasst und ihren Bruder um die Vertonung einiger Lieder für die Aufführung im Familienkreis gebeten. Die Verwandten waren nach der Aufführung so begeistert, dass sie Humperdinck zu einer größeren Singspielfassung drängten, die schließlich 1893 als die heute bekannte große Oper in Weimar uraufgeführt wurde. Die musikalische Leitung der Uraufführung hatte Richard Strauss, der später in einem Brief an den Komponisten bekannte: „Welch herzerfrischender Humor, welch köstliche naive Melodik, welche Kunst und Feinheit in der Behandlung des Orchesters, welche Vollendung in der Gestaltung des Ganzen.“



Pressestimmen
OZ vom 21. April 2008
Darsteller
Hänsel Kristina Herbst, Wiebke Damboldt
Gretel Maria Klier
Hexe Christina Winkel
Vater Chul-Ho Jang
Mutter Doris Hädrich
Sandmännchen Linda Hwa
Taumännchen Linda Hwa
Mitglieder des Opernchors, Kinderchor des Theaters Vorpommern

Wiebke Damboldt und Eva Resch
Wiebke Damboldt und Eva Resch

Bryan Rothfuss und Doris Hädrich
Bryan Rothfuss und Doris Hädrich

Wiebke Damboldt, Eva Resch und Christina Winkel
Wiebke Damboldt, Eva Resch und Christina Winkel

Christina Winkel, Eva Resch und Wiebke Damboldt
Christina Winkel, Eva Resch und Wiebke Damboldt

Christina Winkel
Christina Winkel

Plakatmotiv
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