6. Philharmonisches Konzert
Britannien
Ralph Vaughan Williams: „The Wasps“-Ouvertüre
Benjamin Britten: „Les Illuminations“ für hohe Stimme und Streicher op. 18
Gustav Holst: „The Planets“ Suite für Orchester op. 32
- Musikalische Leitung: Per-Otto Johansson
- Solistin: Anette Gerhardt
30.03.10 Greifswald
07.04.10 / 08.04.10 Stralsund
„Very british“ geht es im 6. Philharmonischen Konzert zu: Musik von drei der bedeutendsten Komponisten Englands steht auf dem Programm. Begonnen wird mit der Ouvertüre zu Aristophanes Schauspiel „The Wasps“ (Die Wespen) des 1872 in Down Ampney, Gloucestershire geborenen Ralph Vaughan Williams. Vaughan Williams gilt als einer der ersten Komponisten Großbritanniens, die auf Grundlage originärer englischer Volksmusik, einen eigenen und vom europäischen Festland unabhängigen britischen Nationalton in die Kunstmusik einbrachten. Er distanzierte sich somit deutlich von den in England vorherrschenden Vorbildern Mendelssohn und Brahms. Großbritanniens berühmtester und bedeutendster Komponist des 20. Jahrhunderts, Benjamin Britten, verfolgte diesen Weg weiter, wobei er eine ganz spezifisch eigene Klangsprache entwickelte. Sein 1939 nach acht Gedichten von Arthur Rimbaud entstandener Liederzyklus „Les Illuminations" für Sopran und Streichorchester op. 18 gilt als einer der Höhepunkte in seinem ungemein vielgestaltigem Vokalschaffen. Den Abschluss des Konzerts bildet die weltberühmte Orchestersuite „The Planets“ (Die Planeten) von Gustav Holst. Holst war ein enger Freund Vaughan Williams‘, mit dem er über die englischen Dörfer zog und Volkslieder sammelte. „The Planets“ schrieb Holst in den Jahren 1914 bis 1916 für ein großes Sinfonieorchester, zu dem noch im letzten Satz („Neptun“) ein sechsstimmiger Frauenchor hinzutritt. Das Werk ist ein Beispiel spätromantischer Programmmusik, die vom Charakter her großorchestraler Filmmusik ähnlich ist und deren Wirkung auf den Zuhörer vor allem durch monumentale Klangeffekte und einen fantasievollen Klangfarbenzauber entsteht.
Im Rahmen der Konzertreihe „Kultur und Meer“ wird dieses Programm auch in der Ausstellungshalle „1:1 – Riesen der Meere“ im Ozeaneum am 16. April präsentiert.