Orpheus und Eurydike
Tanzoper von Ralf Dörnen
Musik von Christoph Willibald Gluck
Libretto von Ranieri de‘ Calzabigi
In italienischer Sprache
- Musikalische Leitung: Per-Otto Johansson
- Choreographie und Inszenierung: Ralf Dörnen
- Bühne: Hans Winkler
- Kostüme: Claudia Kuhr
- Chöre: Thomas Riefle
- Dramaturgie: Catrin Darr
Wiederaufnahme
Griechenland. Der begnadete Sänger Orpheus ist verzweifelt: Eurydike, seine geliebte Gattin, wird durch den Biss einer Schlange getötet. Die Götter, von Orpheus’ Klagegesängen gerührt, lassen durch Gott Amor verkünden, er könne in die Unterwelt hinabsteigen, um Eurydike dort aus der Herrschaft der Schatten zu befreien. Aber er dürfe sie nicht ansehen, bevor er das Tageslicht mit ihr erreicht habe. Orpheus überwindet alle Hindernisse, jedoch Eurydikes Verdacht, er liebe sie nicht mehr, kann er nicht standhalten: Er sieht sich zu ihr um und verliert sie aufs Neue ...
„Orfeo ed Euridice“ gehört zu den bedeutendsten Opern des 18. Jahrhunderts. Christoph Willibald Gluck (1714-1787) und sein Textdichter Calzabigi haben mit ihr erstmals die Konventionen der Opera seria durchbrochen: Gluck komponiert liedhafte und klare Formen anstelle von artifiziellen Arien und Ensembles. Ein gradliniger Handlungsverlauf ohne komplizierte Intrigen und eine drastisch verringerte Zahl der Protagonisten (Orfeo, Euridice, Amore) ist das, was Calzabigi zur Erneuerung der Oper beiträgt.
Im Jahre 1947 ist „Orpheus und Eurydike“ von der Tänzerin und Choreographin Mary Wigman in Leipzig inszeniert worden, die waghalsig die Sänger in den Orchesterraum verbannte und ihre Tänzer Bewegungschöre bilden ließ. 1975 choreographierte und inszenierte die jüngst verstorbene Pina Bausch, die zu den weltweit wirkungsmächtigsten Choreographinnen zählt, Glucks „Orpheus und Eurydike“ im Tanztheater Wuppertal mit einem deutlichen Verweis auf die in der Tradition des Barock liegenden Wurzeln dieser Oper – Musik, Tanz und Gesang als gleichberechtigtes Gesamtkunstwerk. An der Pariser Oper wurde diese Produktion erstmals 1993 gezeigt; 2005 wurde sie von Pina Bausch mit dem Ballet de L’Opéra national de Paris neu einstudiert.
| Orpheus | Wiebke Damboldt, Simon Kranz |
| Eurydike | Anette Gerhardt, Virginia Segarra Vidal |
| Amor | , Armen Khachatryan, Yoko Osaki |
| Die Schlange | Paloma Figueroa, Emmanuel Roy, Margaret Howard |
| Cerberus | André Luiz Costa, Janos Andreas Frydenlund, Ayako Nomura |
| Chor, Furien, Selige Geister | Alexander Simpkins, Emmanuel Roy, Armen Khachatryan, , Janos Andreas Frydenlund, André Luiz Costa, Khrystyna Polyanska, , Ayako Nomura, Margaret Howard, Paloma Figueroa, Yoko Osaki |
| Philharmonisches Orchester Vorpommern, Opernchor des Theaters Vorpommern |
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Paloma Figueroa, Emmanuel Roy, Margaret Howard (Die Schlange)
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Simon Kranz, Virginia Segarra Vidal (vorn); Paloma Figueroa, Janos Andreas Frydenlund, Vanessa Perrier
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Yoko Osaki, Simon Kranz, Armen Khachatrian (unten); Eva Resch (oben)
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Simon Kranz (links); André Luiz Costa, Ayako Nomura, Janos Andreas Frydenlund (Kerberos)
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Virginia Segarra Vidal, Simon Kranz