Theaterleben - Theater erleben

Der Floh im Ohr

Komödie von Georges Feydeau

Deutsche Bühnenbearbeitung von Fred Alten


Wiederaufnahme


Die ganze Geschichte hängt an einem Paar Hosenträger, die Viktor Chandebise, Direktor der „Boston Life Company“, offensichtlich in einem zwielichtigen Hotel vergessen hat. Als seine Frau davon erfährt, ist für sie die Sache klar: Ihr Mann betrügt sie. Also stellt sie ihm eine Falle, um ihn auf frischer Tat zu ertappen: Sie diktiert ihrer Freundin Lucienne einen Brief, in dem sie ihn – als eine unbekannte Verehrerin – in besagtes Hotel bestellt. Der Gatte allerdings ist in Wahrheit ein treuer Ehemann, der lediglich seine Hosenträger seinem abenteuerlustigen Neffen Camille geschenkt hat. Er glaubt bei dem Brief an eine Verwechslung und schickt einen Stellvertreter ins Hotel: seinen als Frauenheld bekannten Freund Tournel. – Es entspinnt sich nun ein wahrer Teufelstanz aus Verwechslungen, Verfolgungen, Morddrohungen und Nervenzusammenbrüchen. Dieser wird noch dadurch kompliziert, dass Viktor in Poche, dem Hausmeister des Etablissements, einen Doppelgänger besitzt. Feydeaus Irrwitz verwandelt das gesamte Personal in Fallensteller, Jäger, Gejagte, Warnende und solche, die in die immer schneller rotierende Maschinerie der Handlung geraten. Eine brillante Farce um unerfülltes Begehren, verheißungsvolle Situationen und die Aussicht auf den lang erträumten Seitensprung nimmt ihren grotesken Lauf und Verführte und Verführer spielen miteinander Katz und Maus.

Georges Feydeau (1862-1921) stammte aus einer alten Adelsfamilie. Er war gerade 21 Jahre alt, als er in Paris mit seiner ersten Komödie Erfolge feiern konnte. „Ein Gramm Verwicklung, ein Gramm Pikanterie, ein Gramm Beobachtung“, das war die Rezeptur, mit der der Vielschreiber zum Publikumsliebling avancierte. Er verfasste knapp 40 Farcen und Komödien, darunter zum Beispiel „Die Dame vom Maxim“ oder „Einer muss der Dumme sein“. „Der Floh im Ohr“ wurde zum ersten Mal am 2. März 1907 im „Théâtre des Nouveautés“ in Paris aufgeführt. Trotz des großen Erfolges seiner Stücke geriet Feydeau immer wieder durch Spekulationen an der Börse und seine Spielsucht in Geldnot. Nach seiner gescheiterten Ehe lebte der Held des Pariser Nachtlebens ab 1910 fast zehn Jahre lang im Hotel.



Darsteller
Viktor Emanuel Chandebise Marco Bahr
Poche Marco Bahr
Camille Chandebise, sein Neffe Grian Duesberg
Roman Tournel Christian Holm
Dr. Finache Andreas Dobberkau, Markus Voigt
Carlos Homenides de Histangua Hannes Rittig
Augustin Ferraillon Jörg F. Krüger
Etienne, Kammerdiener Jan Bernhardt
Rugby Jan Holten
Baptistin Hans-Jörg Fichtner
Raymonde Chandebise Katja Klemt
Lucienne Homenides de Histangua Eva-Maria Blumentrath
Olympe Ferraillon Gabriele M. Püttner, Gerda Quies
Antoinette, Etiennes Frau Anja Taschenberg
Eugenie, Zimmermädchen Kathleen Friedrich
Nächste Vorstellungen
9. Oktober, 19:30 Uhr, Greifswald, Großes Haus Karten
17. Oktober, 18:00 Uhr, Stralsund, Großes Haus Karten

Eva-Maria Blumentrath (links), Katja Klemt
Eva-Maria Blumentrath (links), Katja Klemt

Marco Bahr (links), Andreas Dobberkau
Marco Bahr (links), Andreas Dobberkau

(v.l.n.r.) Christian Holm, Marco Bahr, Andreas Dobberkau
(v.l.n.r.) Christian Holm, Marco Bahr, Andreas Dobberkau

Hannes Rittig (links), Marco Bahr
Hannes Rittig (links), Marco Bahr

Christian Holm (links), Grian Duesberg
Christian Holm (links), Grian Duesberg

(v.l.n.r.) Jan Holten, Gerda Quies, Jörg F. Krüger
(v.l.n.r.) Jan Holten, Gerda Quies, Jörg F. Krüger

Katja Klemt, Christian Holm
Katja Klemt, Christian Holm

(v.l.n.r.) Cristian Holm, Marco Bahr, Katja Klemt, Andreas Dobberkau, Jan Bernhardt, Eva-Maria Blumentrath
(v.l.n.r.) Cristian Holm, Marco Bahr, Katja Klemt, Andreas Dobberkau, Jan Bernhardt, Eva-Maria Blumentrath

Marco Bahr (links), Grian Duesberg
Marco Bahr (links), Grian Duesberg

(v.l.n.r.) Christian Holm, Marco Bahr, Katja Klemt
(v.l.n.r.) Christian Holm, Marco Bahr, Katja Klemt

Plakatmotiv
Plakatmotiv