Der Floh im Ohr
Komödie von Georges Feydeau
Deutsche Bühnenbearbeitung von Fred Alten
- Inszenierung: Matthias Nagatis
- Bühne: Andreas Becke
- Kostüme: Christine Becke
- Dramaturgie: Anja Nicolaus
Wiederaufnahme
Die ganze Geschichte hängt an einem Paar Hosenträger, die Viktor Chandebise, Direktor der „Boston Life Company“, offensichtlich in einem zwielichtigen Hotel vergessen hat. Als seine Frau davon erfährt, ist für sie die Sache klar: Ihr Mann betrügt sie. Also stellt sie ihm eine Falle, um ihn auf frischer Tat zu ertappen: Sie diktiert ihrer Freundin Lucienne einen Brief, in dem sie ihn – als eine unbekannte Verehrerin – in besagtes Hotel bestellt. Der Gatte allerdings ist in Wahrheit ein treuer Ehemann, der lediglich seine Hosenträger seinem abenteuerlustigen Neffen Camille geschenkt hat. Er glaubt bei dem Brief an eine Verwechslung und schickt einen Stellvertreter ins Hotel: seinen als Frauenheld bekannten Freund Tournel. – Es entspinnt sich nun ein wahrer Teufelstanz aus Verwechslungen, Verfolgungen, Morddrohungen und Nervenzusammenbrüchen. Dieser wird noch dadurch kompliziert, dass Viktor in Poche, dem Hausmeister des Etablissements, einen Doppelgänger besitzt. Feydeaus Irrwitz verwandelt das gesamte Personal in Fallensteller, Jäger, Gejagte, Warnende und solche, die in die immer schneller rotierende Maschinerie der Handlung geraten. Eine brillante Farce um unerfülltes Begehren, verheißungsvolle Situationen und die Aussicht auf den lang erträumten Seitensprung nimmt ihren grotesken Lauf und Verführte und Verführer spielen miteinander Katz und Maus.
Georges Feydeau (1862-1921) stammte aus einer alten Adelsfamilie. Er war gerade 21 Jahre alt, als er in Paris mit seiner ersten Komödie Erfolge feiern konnte. „Ein Gramm Verwicklung, ein Gramm Pikanterie, ein Gramm Beobachtung“, das war die Rezeptur, mit der der Vielschreiber zum Publikumsliebling avancierte. Er verfasste knapp 40 Farcen und Komödien, darunter zum Beispiel „Die Dame vom Maxim“ oder „Einer muss der Dumme sein“. „Der Floh im Ohr“ wurde zum ersten Mal am 2. März 1907 im „Théâtre des Nouveautés“ in Paris aufgeführt. Trotz des großen Erfolges seiner Stücke geriet Feydeau immer wieder durch Spekulationen an der Börse und seine Spielsucht in Geldnot. Nach seiner gescheiterten Ehe lebte der Held des Pariser Nachtlebens ab 1910 fast zehn Jahre lang im Hotel.
| Viktor Emanuel Chandebise | Marco Bahr |
| Poche | Marco Bahr |
| Camille Chandebise, sein Neffe | Grian Duesberg |
| Roman Tournel | Christian Holm |
| Dr. Finache | Andreas Dobberkau, Markus Voigt |
| Carlos Homenides de Histangua | Hannes Rittig |
| Augustin Ferraillon | Jörg F. Krüger |
| Etienne, Kammerdiener | Jan Bernhardt |
| Rugby | Jan Holten |
| Baptistin | Hans-Jörg Fichtner |
| Raymonde Chandebise | Katja Klemt |
| Lucienne Homenides de Histangua | Eva-Maria Blumentrath |
| Olympe Ferraillon | Gabriele M. Püttner, Gerda Quies |
| Antoinette, Etiennes Frau | Anja Taschenberg |
| Eugenie, Zimmermädchen | Kathleen Friedrich |
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Eva-Maria Blumentrath (links), Katja Klemt
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Marco Bahr (links), Andreas Dobberkau
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(v.l.n.r.) Christian Holm, Marco Bahr, Andreas Dobberkau
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Hannes Rittig (links), Marco Bahr
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Christian Holm (links), Grian Duesberg
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(v.l.n.r.) Jan Holten, Gerda Quies, Jörg F. Krüger
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(v.l.n.r.) Cristian Holm, Marco Bahr, Katja Klemt, Andreas Dobberkau, Jan Bernhardt, Eva-Maria Blumentrath
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Marco Bahr (links), Grian Duesberg