Turandot
Lyrisches Drama in drei Akten von Giacomo Puccini
Text von Giuseppe Adami und Renato Simoni
- Musikalische Leitung: Karl Prokopetz
- Inszenierung: Anton Nekovar
- Bühne: Sabine Lindner
- Kostüme: Josef Haščák
- Chöre: Thomas Riefle
- Choreographie: Sabrina Sadowska
- Dramaturgie: Katja Pfeifer
Ab 26. September 2009 in Stralsund
Ab 3. Oktober 2009 in Greifswald
Premiere
Peking. Angst und Schrecken regieren die Stadt. Ein Mandarin verkündet die Hinrich-tung eines weiteren Bewerbers um die Hand der Prinzessin Turandot. Viele Freier haben schon um Turandots Hand angehalten und dabei ihr Leben verloren, denn wer die drei von ihr gestellten Rätsel nicht lösen kann, wird enthauptet. Und dennoch zieht die kalte Schönheit immer wieder neue Bewerber in ihren Bann, so auch den Prinzen Calaf, der unerkannt in der Menge der Schaulustigen weilt. Er beschließt, sich der Prüfung zu stellen. Weder sein blinder Vater noch die Sklavin Liù oder die drei Minister, Ping, Pang und Pong, vermögen es, ihn von seinem Entschluss abzubringen. Calaf fordert Turandot heraus und kann tatsächlich die drei Rätsel lösen. Das Volk feiert seinen neuen Helden. Turandot jedoch sieht sich entmachtet und weigert sich, Wort zu halten. Da stellt Calaf ihr ein Gegenrätsel: Gelingt es ihr, bis zum nächsten Morgen seinen Namen herauszufinden, liefert er sich freiwillig dem Henker aus. Turandot nimmt die Herausforderung an. Bei Todesstrafe wird die Bevölkerung aufgefordert, den Namen des Unbekannten in Erfahrung zu bringen. Als Turandot Calafs Vater foltern lässt, stellt Liù sich vor den alten Mann und tötet sich in selbstloser Aufopferung, um das Geheimnis um Calafs Namen für immer zu bewahren.
„An dieser Stelle endet das Werk des Meisters ...“. Mit diesen Worten brach Arturo Toscanini 1926 die Uraufführung der „Turandot“ in Mailand ab. Giacomo Puccini hatte seine Oper nicht mehr vollenden können. Er starb am 29. November 1924. Es war ihm nicht mehr vergönnt, den Erfolg der „Turandot“ zu erleben. Unmittelbar nach ihrer Uraufführung wurde der Schluss der Oper nach Skizzen des Komponisten durch Franco Alfano hinzugefügt. In dieser Gestalt gelangte das Werk auf die Spielpläne aller führenden Opernhäuser in Europa und Amerika. Seiner letzten großen Oper widmete Puccini sich mit Anfang sechzig. Es war die Person der grausamen, zutiefst verletzten Prinzessin Turandot, die Puccini reizte und ihn auch musikalisch noch einmal neue Wege beschreiten ließ. Seine Partitur ist gleichermaßen geprägt von exotischen Klängen wie harten Dissonanzen und lässt aus einer Atmosphäre unfassbarer Grausamkeit reinste Lyrik erwachsen. Die Arie „Nessun dorma“ aus dem dritten Akt der Oper ist einer der ergreifendsten Momente und machte seinerzeit Luciano Pavarotti unsterblich.
| Turandot | , |
| Altoum | Charles Rim*, Bernd Roth* |
| Timur | Bernhard Leube |
| Calaf | |
| Liù | Anette Gerhardt, |
| Ping | Chul-Ho Jang |
| Pang | |
| Pong | Noriyuki Sawabu |
| Mandarin | André Eckert, Jens Waldig |
| Opernchor des Theaters Vorpommern, Mitglieder des Chores des Musikgymnasiums Demmin, Mitglieder der Singakademie Stralsund, Gesangsstudierende der Hochschule für Musik und Theater Rostock, Mitglieder des Universitätschors Greifswald, Philharmonisches Orchester Vorpommern | |
| * | Mitglied des Opernchors des Theaters Vorpommern |