Der Rosenkavalier
Oper in drei Aufzügen von Richard Strauss
Koproduktion mit dem Opernfestival Lecce (Italien)
- Musikalische Leitung: Karl Prokopetz
- Inszenierung: Anton Nekovar
- Bühne: Susanne Thomasberger
- Kostüme: Christine Becke
- Chor: Thomas Riefle
- Dramaturgie: Katja Pfeifer
Wiederaufnahme
Nach der wohl schönsten Beischlafmusik der Operngeschichte öffnet sich der Vorhang und gibt den Blick auf das mondäne Schlafzimmer der Marschallin frei, in dem sie und der junge Octavian eine Liebesnacht verbracht haben. Unangemeldet platzt Baron Ochs in die intime Szene. Octavian kann seiner Entdeckung nur dadurch entgehen, dass er sich als Kammerzofe verkleidet. In dieser Kostümierung macht er unbeabsichtigt einen großen erotischen Eindruck auf den Baron. Dabei ist der Baron drauf und dran, die bezaubernde Sophie zu ehelichen, und erbittet von der Marschallin einen standesgemäßen Kavalier, der der Braut zur Verlobung eine silberne Rose überreichen soll. Die Marschallin zögert nicht, ihm ausgerechnet Octavian als Rosenkavalier vorzuschlagen. Unverkleidet übt Octavian jedoch auf die Braut eine ähnliche Wirkung aus wie in Verkleidung auf den Baron. Bei der Übergabe der Rose verlieben sich Sophie und Octavian ineinander und die Verwicklungen beginnen.
„Das nächste Mal schreibe ich eine Mozartoper ...“, soll Richard Strauss (1864-1949) nach der Uraufführung seiner Oper „Elektra“ gesagt haben. Und tatsächlich schuf er mit dem „Rosenkavalier“ ein Werk ganz im Geiste des großen Salzburgers: ein heiter-ernstes Spiel im Charakter der Opera buffa, das mit seiner Melodien- und Walzerseligkeit das Wien des 18. Jahrhunderts beschwört. Aber nicht das wirkliche Wien, sondern ein bereits verklärtes – gesehen aus der Perspektive des beginnenden 20. Jahrhunderts. Neue Zeiten brechen an und man schaut noch einmal zurück – nicht im Zorn, sondern wehmütig lächelnd.
Zusammen mit Hugo von Hofmannsthal arbeitete Richard Strauss zwei Jahre lang intensiv am „Rosenkavalier“. Die Begeisterung, die beide während der Ausarbeitung erfasste, spiegelt sich in jeder Wendung der hochartifiziellen Dialoge und jeder Note der mal drastisch typisierenden, mal delikat modellierenden Musik wider. Und so wurde die Oper auch zu einem großen Publikumserfolg. Nur wenige Monate nach seiner Uraufführung am 26. Januar 1911 an der Dresdener Hofoper, stand der „Rosenkavalier“ bereits auf den Spielplänen der meisten großen Bühnen des In- und Auslandes.
| Feldmarschallin Fürstin Werdenberg | Anette Gerhardt, |
| Baron Ochs auf Lerchenau | |
| Octavian | Wiebke Damboldt, |
| Herr von Faninal | Urs Markus |
| Sophie | , |
| Marianne Leitmetzerin, die Duenna | , Anette Gerhardt, |
| Valzacchi | Noriyuki Sawabu |
| Annina | Doris Hädrich, Christina Winkel |
| Polizeikommissar | Bernhard Leube |
| Notar | Bernhard Leube |
| Haushofmeister bei der Feldmarschallin | Bernd Roth* |
| Haushofmeister bei Faninal | Charles Rim* |
| Wirt | |
| Sänger | |
| Drei adelige Waisen | Gabriele Viezens* / Vera Zühlsdorf*, Kristina Herbst* / Gesine Mucedu*, Katja Böhme* / Uta Wendler* |
| Modistin | Fanny Gundlach*, Michaela Tack* |
| Tierhändler | Ahmet Melih Colakoglu* |
| Hausknecht | Gerd Schrickel* |
| Opernchor des Theaters Vorpommern, Mitglieder des Kinderchors des Theater Vorpommern, Philharmonisches Orchester Vorpommern | |
| Leopold | Volkmar Aßmus*, Tadeusz Kruszynski* |
| * | Mitglied des Opernchores des Theaters Vorpommern |