Theaterleben - Theater erleben

Konzert Preussisches Kammerorchester Prenzlau

Joachim Schäfer Piccolotrompete
Aiko Ogata Konzertmeisterin

01.06.2008 Putbus



Programm:
Pergolesi / Wilhelm Graf von Wassenaar
(1710-1736)
"Concerti Armonici" Konzert Nr. 4

Georg Friedrich Händel
(1685-1759)
Konzert für Trompete

Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791)
Divertimento III KV 138, F-Dur

Georg Friedrich Händel
Konzert B-Dur

Béla Bartók
(1881-1945)
Rumänische Tänze

Georg Philipp Telemann
(1681-1767)
Konzertsonata für Trompete

Die Uckermark im Nordosten Brandenburgs in unmittelbarer Nachbarschaft zur deutschen Haupt- und Kulturstadt ist die Heimstatt des Preußischen Kammerorchesters, des Initiators eines jährlich stattfindenden internationalen Sommermusikfestivals. Das Orchester hat seine Wurzeln im 1954 gegründeten damaligen Staatlichen Kreiskulturorchester Prenzlau. 1993 ist es aus der Nordost-deutschen Philharmonie hervorgegangen. Bereits 1994 unternahm der Klangkörper erste Tourneen nach Dänemark, Pakistan und in die USA.
Chefdirigenten des Preußischen Kammerorchesters waren Rudolf Nötzel, Hans Rotman und Daniel Inbal.
Seit Februar 2007 begleitet Frank Zacher dieses Amt. Der Chorleiter, Gesangspädagoge und Organist Jürgen Bischof ist Geschäftsführender Direktor des Orchesterträgers – der Uckermärkischen Kulturagentur gGmbH. Sitz des Orchesters ist die Kreisstadt Prenzlau am Uckersee.
Das Orchester produzierte CDs mit Werken von Johann Baptist Vanhal, Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Mathias Husmann. Das 5. Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven mit dem 1. ARD-Preisträger 2002 Denys Proshayev wurde 2005 auf CD eingespielt.
Das Flandern-Festival in Belgien, das Thüringer Cluster-Festival in Erfurt, der Musiksommer Mecklenburg/Vorpommern, das Orgel- und Kammermusikfestival in Kamien-Pomorski, das Internationale Musikfestival in Varna, die Putbus Festspiele, das Kunstfest Rügen und der Stettiner Musikherbst, die Niederlande und Italien sind einige der Gastspielstationen des Orchesters aus jüngster Zeit. Regelmäßig konzertiert das Orchester im Kultur- und Festspielhaus Wittenberge, im Theater Putbus und im Schloss der Pommerschen Herzöge Stettin. Seit 2004 ist der Orchesterträger Mitveranstalter des Internationalen Chorfestivals Stettin.
Eine viel beachtete Benefiztournee im Juli 2006 mit dem Zürcher Bach Chor zugunsten von Kulturdenkmälern in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erbrachte über 20 T€. Chorsinfonische Konzerte mit dem Chor der Camerata Nova Stettin, dem Uckermärkischen Konzertchor Prenzlau und dem Philharmonischen Chor der Humboldt-Universität Berlin haben sich zu besonderen Publikumsmagneten entwickelt.
Beim Internationalen Festival Kammeroper Schloss Rheinsberg musizierte das Preußische Kammerorchester in Monteverdis „Die Heimkehr des Odysseus“, in Paisiellos „König Theodor in Venedig“, in Händels „Otto und Theophanu“ (Regie: Harry Kupfer), 2005 in Telemanns „Der geduldige Sokrates“ unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Katschner und 2006 in der Deutschen Erstaufführung von Josef Myslivečeks „Antigona“ in Kooperation mit dem Nationaltheater Prag.
Mit der Vergabe von Auftragkompositionen ist das Orchester auch als Förderer neuer Musikwerke hervorgetreten, so zum Bachjahr 2000 und zuletzt im Oktober 2006 mit dem Auftragswerk „Kegel statt Trio“ von Mathias Husmann zum Mozartjahr.

Aiko Ogata wurde im japanischen Kumamoto geboren. Sie studierte in ihrer Heimat sowie von 1993 bis 1998 in Wien und anschließend in Berlin. Sie nahm an Meisterkursen u.a. von Yehudi Menuhin und Ulf Hoelscher teil. Aiko Ogata erspielte sich den Förderpreis bei der Carl-Flesch-Sommerakademie 2000 in Baden-Baden und war Semifinalistin beim Mozart-Wettbewerb 2002 in Salzburg. Erfahrungen in der Orchesterarbeit sammelte sie in Berlin (Deutsche Oper), in Detmold und im Wiener Kammerorchester. In der Saison 2004/2005 war Frau Ogata 2. Konzertmeisterin des Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchesters. Seit dem 1. Januar 2008 ist sie die Konzertmeisterin des Preußischen Kammerorchesters in Prenzlau.

Joachim Schäfer ist in Dresden geboren und studierte von 1990 bis 1994 in seiner Heimatstadt an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“. Er gilt als eine der hoffnungsvollsten Begabungen der jungen, nachdrängenden Trompeter-Generation. Die Kritik würdigt zuvörderst seine technische Souveränität sowie sein müheloses, stilsicheres und dynamisch sensibles Spiel, mit dem er auf der Piccolotrompete hohe Maßstäbe setzt.
Seit 1992 gibt er regelmäßig Solokonzerte mit verschiedenen Orchestern in Europa. So hat er z.B. mit der Capella Isteopolitana, den Pressburger Kammersolisten, der Neubrandenburger Philharmonie, der Camerata Instrumentale Berlin, dem Mittelsächsischen Kammerorchester und den Salzburger Solisten. zusammen konzertiert.
Mit dem Chicago Chamber Orchestra begab sich Joachim Schäfer 1999 auf eine Konzertreise durch die USA.
Ein fester musikalischer Partner an seiner Seite, ist der Organist Matthias Eisenberg, mit dem er zahlreiche Konzerte bestritt.
Seit 1997 hat Joachim Schäfer 6 Solo-Alben bei Christophorus veröffentlicht.
Inzwischen gründete er seine eigenen Ensembles und war mit großem Erfolg bei den Dresdener Musikfestspielen, den Musikwochen in Hitzacker, dem Choriner Musiksommer, dem Mai Festivall Rellingen, den Thüringer Bachwochen, dem Bluval-Festival Straubing, dem Festival Alter Musik Bernau, dem Settimane Musicali di Lugano, den Stagione Concertistica Venedig und vielen anderen dabei.



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