„Man stirbt doch nicht im dritten Akt “

Peter Bause liest und spielt und erzählt aus seinem Buch der Theatererinnerungen - !

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Warum stirbt man ni cht im dritten Akt? Weil es sich nicht gehört. Weil es dann erst richtig losgeht mit dem Leben auf der Theaterbühne!

„Die deutsche Bühne, auf der seit Lessing unsere deutsche Kunst erblühte, fasste die szenische Wirkung in größeren Gruppen zusammen, welche durch stärkere Einschnitte voneinander getrennt waren.

Die Teile des Dramas mussten in fünf getrennten Abschnitten untergebracht werden.Jeder Akt erhielt den Charakter einer geschlossenen Handlung, ein wirksamer Abschluss war wünschenswert. Die Fünfzahl der Akte ist kein Zufall. Schon die römische Bühne hielt auf sie:

1.Akt:Die Einleitung

2.Akt: Die Steigerung

3.Akt: Der Höhepunkt

4.Akt: Die Umkehr

5.Akt: Die Lösung

(Gustav Freytag: Technik des Dramas, erschienen 1863 in Leipzig im Verlag Hirzel)

Was für eine bombastische Aufgliederung, was für schöne Hinweise! Und das Wunderbare an der Sache – sie stimmt!

So, und nun legen wir das auf das Leben des gemeinen Erdenbürgers um:….

(Auszug aus Peter Bauses „Theatererinnerungen…)