Vater

Gastspiel des Teatr Kana
In polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Text

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Das Stück Vater erzählt davon, wie die Erfahrung der Elternschaft aus der Perspektive der Väter aussieht. Wie finden sich junge Männer heute in der Rolle des Vaters wieder? Wie unterscheiden sich ihre Erfahrungen von denen ihrer Partnerinnen? Was ist ihnen in der Erziehung wichtig und wie gelingt es ihnen, die Verantwortung der Elternschaft mit dem Beruf zu vereinbaren? Schonungslos ausgesprochen werden die Erwartungen, die an Väter seitens ihrer Familien, aber auch der Gesellschaft gestellt werden und ob sie imstande sind, diesen zu entsprechen. Auch die rechtliche Situation der Väter wird berührt. Das Drehbuch ist eine Kompilation von Texten aus Internetblogs, aus Büchern zu diesem Thema sowie von Texten der Schauspieler – alle drei selbst Väter. Das Projekt Vater (Premiere: September 2016) ist eine Antwort auf das Stück Mutter – ein Schauspiel des Theaters KANA, dass die Herausforderungen und Untiefen der Mutterschaft zeigte und seine Premiere 2014 feierte.

„An dem Stück hat mich die Balance aus Witz und Nachdenklichkeit, ernsthaften Reflexionen und unbeschwerter Gelassenheit positiv überrascht – genau so, wie man(n) es an den Tag legen muss, um nicht verrückt zu werden. Obwohl die Texte aus ganz unterschiedlichen Quellen kommen, ist ein schlüssiges Ganzes entstanden. Zwischen dem noch ungeborenen Kind bis zu dem Moment, an dem der Vater auf ein bereits verständiges Kind blickt, entfaltet sich ein faszinierendes und fantastisches Spiel, von dem man als Zuschauer nicht genug bekommt – weil man spürt, dass jede dieser Episoden wahr ist.“

Hubert Pełka, tatakarola.blogspot.com

Das Teatr Kana besteht seit 1979 und ist aus einem Studententheater hervorgegangen. Ein Durchbruch waren die beiden Stücke nach Texten von Venedikt Erofeev: Moskva-Petuški (1989) und Nacht (1993). Heute gehört das Teatr Kana zu den etablierten Theatern der Stadt Stettin und zeichnet sich durch zeitgenössische Stücke in moderner und poetischer Umsetzung aus.

 

mit: Tomasz Grygier, Krzysztof Sanecki, Piotr Starzyński