Festmatinee 100 Jahre finnische Unabhängigkeit

Toivo Kuula: Chanson sans paroles (Lied ohne Worte) op. 22 Nr. 1
Oskar Merikanto: Valse lente op. 33
Jean Sibelius: Drei Stücke op. 116
Einar Englund: Sonate für Violine und Klavier
Jean Sibelius: Romanze op. 78 Nr. 2, Novellette op. 102

Benjamin Schweitzer (Berlin/ Greifswald: Vortrag zu Finnlands Musikleben

Termine

  • 10.12.2017 11:00 Uhr Foyer, Greifswald
  • Eintritt frei!

Als Finnland im Jahr 1917 seine Unabhängigkeit von Russland erlangte, war klassische Musik bereits ein wichtiger Baustein der eigenständigen kulturellen Identität geworden. Um die Jahrhundertwende und nach der Unabhängigkeit entstanden Musikinstitutionen, die zu Weltruf gelangten: Orchester, Opernhäuser
und Ausbildungsstätten. Im Gefolge von Jean Sibelius herausragender
Bekanntheit als Exponent eines finnischen romantischen
Nationalstils entwickelte sich damals eine ganze Generation von
Komponisten, die in allen Gattungen das finnische Musikleben
bereicherten. Sibelius Einfluss blieb lange Zeit bestimmend –
die beiden ersten Werke des Programms stehen stellvertretend
für diese Phase der finnischen Musik. Sibelius selbst fand gegen
Ende seiner Schaffenszeit zu einem konzentrierten, teilweise
fast verrätselten Spätstil: die drei Stücke op. 116, die zu seinen
letzten vollendeten Kompositionen gehören, sind Beispiele für
diese eigenwillige Musik, die eine Perspektive hin zur Moderne
öffnet. Aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg emanzipierte sich
die finnische Musik in ihrer ganzen Bandbreite vom „Übervater“
Sibelius. Einar Englunds Violinsonate ist ein charakteristisches
Werk aus dieser Ära. Den Abschluss des Programms bilden zwei
der beliebtesten Kammermusikwerke von Sibelius.

Das Musikprogramm wird ermöglicht durch die Aue-Stiftung (Helsinki) mit Unterstützung durch den Jenny und Antti Wihuri-Fonds (Helsinki)