Weihnachten - Das Ballett (Uraufführung)

Ein Tanzabend von Ralf Dörnen mit Musik von Johann Sebastian Bach bis Seal

Termine

  • 16.12.2018 16:00 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Ausverkauft
  • 20.12.2018 19:30 Uhr Putbus
  • Ausverkauft
  • 22.12.2018 18:00 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Ausverkauft
  • 23.12.2018 16:00 Uhr Großes Haus, Stralsund
  • Ausverkauft
  • 26.12.2018 18:00 Uhr Großes Haus, Greifswald
  • Ausverkauft

„Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge“, heißt es in der Bibel zur Geburt Jesu, dem ursprünglichen Ereignis der heutigen Weihnacht. Aber was alles ist noch Weihnachten? Nach dem „Nussknacker“ inszeniert Ralf Dörnen mit seinem Weihnachtsballett einen Abend, der nun endlich fehlende Teile von Tschaikowskys „Nussknacker“ zeigen wird sowie in einzelnen Bildern das Weihnachtsfest von seiner schönen, lustigen, traurigen und auch bitteren Seite zeigt. Zu tanzenden Schneeflocken, vielen Geschenken, Tannenbäumen, Weihnachtsgestecken, Kerzen und Gedichten erklingen Weihnachtsklassiker, Ausschnitte aus den Weihnachtsoratorien von Johann Sebastian Bach wie auch von Camille Saint-Saëns und weiteren bekannten Weihnachtsstücken. Was wäre Weihnachten ohne den Familienzwist am Esstisch und der Portion Menschlichkeit, die jeden von uns zur Weihnachtszeit umgibt.
Mit diesem Tanztheater begibt sich das BallettVorpommern auf eine Reise durch den vorweihnachtlichen Winterwald, wie einst „Maria durch ein' Dornwald ging“.

PRESSESTIMME

So tanzt der Weihnachtsmann

Das Theater Vorpommern hat die erfolgreiche Uraufführung von Ralf Dörnens „Weihnachten – das Ballett“ gefeiert.

Keine zehn Sekunden nach dem Ende und für das gesamte Publikum gibt es kein Halten mehr. Es klatscht, steht, pfeift anerkennend. Man staunt zwar immer wieder, doch hat eigentlich auch nichts anderes erwartet. Nach gut 20 Jahren als Ballettdirektor und Chefchoreograph am Theater Vorpommern hat Ralf Dörnen Dutzende von Werken erfolgreich inszeniert. Auch am Samstagabend erwies er einmal mehr seinem Ruf mit der Neuinszenierung von „Weihnachten – Das Ballett“ wieder einmal alle Ehre. Die Premiere fand im ausverkauften Saal im Theater Greifswald statt.

„Ich wollte meine eigenen Assoziationen zu Weihnachten auf die Bühne bringen, nachdem wir jahrelang Tschaikowskys Nussknacker aufgeführt haben“, erzählt Ballettdirektor Dörnen, der dafür bereits im Hochsommer im Urlaub auf den Kanarischen Inseln Weihnachtslieder gehört hat. Nun, ein Ballett über Weihnachten, der Zeit des Kaufrausches, der Kommerzialisierung und der familiären Verpflichtungen scheint an sich schwer vorstellbar. Doch dem Chefchoreographen ist es gelungen. In einem zweistündigen, bunten Potpourri aus traditionellen Weihnachtsliedern und neuen Hits verwebte er sowohl seinen eigenen Blick auf das Weihnachtsfest, als auch den seines internationalen Ballettensembles.

Wie der von Emily Ward und Thomas Hockey mit rollenden, schwebenden, biegsamen Körpern getanzte Weihnachtsklassiker „Maria durch ein Dornwald ging“ mitzureißen wusste! Nicht weniger begeisterte Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, zu dem sich das insgesamt 13-köpfige Ensemble manchmal spielerisch, manchmal puppenartig bewegte.

Vier Weihnachtsmänner mit Einkaufswagen voller Geschenken, die zu „Driving Home For Christmas“ von Chris Rea ihre Stiefel schwangen und Isabella Heymann, die lasziv zu „Dear Santa – Bring Me A Man This Christmas“ der Weather Girls über die Bühne robbte, versinnbildlichten das kommerzialisierte Weihnachtsfest. Natürlich gehört zum Fest auch der familiäre Stress, erklärt der Ballettdirektor, weshalb sich die Tänzer als Schauspieler an einer an Loriot angelehnten Szenerie versuchten. Auch das funktionierte. Mit dem „Boléro“ von Maurice Ravel stellte das Ensemble Slapstick-artig die weihnachtliche Familienkomik dar. Das begeisterte Publikum lachte lautstark. Weihnachten kann kommen. Die Theaterbesucher in Greifswald wissen zumindest, was sie tanzen können.

Annemarie Bierstedt, Ostsee-Zeitung